Bewertung:

Das Buch „175 Jahre Verfolgung“ bietet eine umfassende und leicht zugängliche Untersuchung der Verfolgung der Bahá'í im Iran und ist damit eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für Menschenrechte und die Geschichte des Nahen Ostens interessieren.
Vorteile:Umfassend, gut recherchiert, zugänglich, informativ, hervorragend geschrieben und wichtig, um das Bewusstsein für den Baha'i-Glauben und seine Geschichte zu schärfen.
Nachteile:Enthält grafische Details brutaler Angriffe, die für einige Leser erschreckend oder überwältigend sein könnten.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
175 Years of Persecution: A History of the Babis and Baha'is of Iran
Seit fast zwei Jahrhunderten werden die Anhänger des Baha'i-Glaubens, der größten religiösen Minderheit im Iran, vom Staat verfolgt. Sie wurden zu Sündenböcken für die Übel des Landes gemacht, als Feinde des Islam gebrandmarkt und als ausländische Agenten denunziert.
Seit der Islamischen Revolution von 1979 wurde den Baha'is der Zugang zu den Universitäten des Landes verwehrt, mehr als zweihundert wurden hingerichtet und Hunderte weitere inhaftiert und gefoltert. Nun aber befindet sich der Iran an einem Wendepunkt.
Eine neue Generation hat begonnen, die Darstellung der Bahá'í durch die Regierung und den Klerus in Frage zu stellen, und fordert, dass sie als gleichberechtigte Mitbürger anerkannt werden. Indem Fereydun Vahman zum ersten Mal die Notlage dieser Religionsgemeinschaft im Iran seit ihrer Gründung dokumentiert, zeigt sie auch die größere Notlage einer Nation auf, die danach strebt, eine moderne Identität zu entwickeln, die auf der Achtung der Vielfalt statt auf Hass und Selbsttäuschung beruht.