
Dependence, Development, and State Repression
Obwohl der repressiven Gewalt von Regierungen gegen ihre eigenen Bürger in den letzten zehn Jahren einige wissenschaftliche Aufmerksamkeit zuteil wurde, ist unser Verständnis dieses Phänomens noch lange nicht vollständig. Zumindest eine zentrale Frage bleibt offen: Inwieweit ist staatliche Repression eine Funktion der politischen oder wirtschaftlichen Entwicklungssituation eines Landes? Der vorliegende Band geht dieser Frage anhand von Fallstudien repressiver Regime in Ländern der zweiten und dritten Welt nach.
Er ist sowohl für das Studium der Repression als auch für die Analyse von Entwicklungsprozessen von Interesse und untersucht die Zusammenhänge zwischen Entwicklung, Abhängigkeit und staatlicher Repression in einer Vielzahl von politischen und kulturellen Kontexten. In einzelnen Aufsätzen werden Unterdrückung und Entwicklung in bestimmten Ländern in Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und Europa untersucht. Dabei werden so unterschiedliche Regime wie die Philippinen von Marcos und das kommunistische Polen betrachtet.
Die Analysen konzentrieren sich auf ein breites Spektrum von Themen, darunter Streiks gegen transnationale Unternehmen, die Beziehung zwischen politischer Entwicklung und Kriegsrecht, wirtschaftliche Entscheidungen als Funktion der Abhängigkeit von militärischer Sicherheit, die neue internationale Arbeitsteilung und staatliche Gewalt in sich modernisierenden Agrarländern. Dieses Buch zeigt nicht nur, dass Repression mit der lokalen Kultur und den wahrgenommenen Möglichkeiten der lokalen Eliten verwoben ist, sondern liefert auch klare Beweise für die Verbindungen zwischen Repression und den größeren wirtschaftlichen und politischen Faktoren, die Staaten in internationalen Angelegenheiten zusammenhalten.
Geschrieben von einer angesehenen Gruppe von Spezialisten der zeitgenössischen politischen Ökonomie, bietet es neue Einsichten und Informationen, die für Wissenschaftler, Studenten und Behördenvertreter von Interesse sind. Darüber hinaus bietet es eine Agenda für die weitere Forschung in diesem kontroversen und äußerst wichtigen Bereich.