Bewertung:

Dr. Blacks Kommentar zum Markusevangelium wird wegen seiner Aufgeschlossenheit und theologischen Tiefe hoch geschätzt und ist damit eine wertvolle Quelle für ernsthafte Bibelstudenten. Die Kindle-Version leidet jedoch unter zahlreichen Tippfehlern und Auslassungen, die Verwirrung stiften und das Verständnis erschweren können.
Vorteile:⬤ Äußerst aufschlussreich und zum Nachdenken anregend
⬤ ausgezeichnet für ernsthafte Bibelstudenten
⬤ gute Tiefe der Argumentation.
Kindle-Version enthält viele Tippfehler und Auslassungen, die den Leser verwirren; Argumente können aufgrund dieser Fehler unklar sein.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Abingdon New Testament Commentaries: Mark
Das Genie des Markus liegt nicht darin, eine Geschichte über Jesus zu erzählen, sondern Bedingungen zu schaffen, unter denen der Leser die besondere Qualität der guten Nachricht Gottes erfahren kann. Der Evangelist eilt atemlos voran, "sofort", und sorgt dafür, dass der Leser mit den Figuren in ein Schlagloch nach dem anderen taumelt. "Was ist das für eine neue Lehre", die mit den schamlosen Sündern verkehrt, die Frommen zu Mördern macht, Vertraute zu Fremden und Senfkörner zu "den größten aller Sträucher"?
Die engsten Anhänger Jesu, die Zwölf, gehören zu den Verwirrten. Wer kann es ihnen verdenken? Sie bitten um die Auslegung eines obskuren Gleichnisses und erhalten eine Antwort, die noch verwirrender ist. Ihnen wird gesagt, dass sie Tausende mit so gut wie nichts ernähren sollen. Ihr Boot kentert fast, während ihr Lehrer schläft. Während sie in rauen Gewässern rudern, schreitet der Lehrer durch die Wellen, um sie zu umgehen. Markus versetzt den Leser in das gleiche Boot und strukturiert Gespräche mit Jesus, die wenig oder gar keinen Sinn ergeben. Die Zwölf sind feige, dumm, eigennützig und ungehorsam: der durchschnittliche Christ. Außerdem waren "ihre Herzen verstockt". "Wer verhärtet Herzen? Gott. Sollte Gottes Messias nicht die Last derer, die ihm folgen, erleichtern? Was für ein Christus geht ans Kreuz und gibt seinen Jüngern einen anderen für sich selbst. "Begreift ihr denn noch nicht? " aus der Einleitung.