Bewertung:

Das Buch bietet einen tiefen Einblick in die Debatten um die jawhistische Perspektive und die Komposition des Pentateuch und enthält nützliche wissenschaftliche Beiträge. Einige Rezensenten sind jedoch der Meinung, dass es zu komplex ist und im Vergleich zu anderen Werken auf diesem Gebiet, insbesondere zu van Seters' „The Edited Bible“, nicht so wertvoll ist.
Vorteile:⬤ Bietet einen tiefen Einblick in die Debatte über die Zusammensetzung des Jawhist und des Pentateuch
⬤ enthält nützliche wissenschaftliche Beiträge
⬤ bietet ein Panorama verschiedener wissenschaftlicher Meinungen.
⬤ Komplex und anspruchsvoll zu lesen
⬤ einige Rezensenten sind der Meinung, dass andere Bücher, wie van Seters' 'The Edited Bible', vorzuziehen und zugänglicher sind
⬤ wird als eine weniger wertvolle Ressource als erwartet wahrgenommen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
A Farewell to the Yahwist? the Composition of the Pentateuch in Recent European Interpretation
Da die gesicherten Ergebnisse der Wissenschaft selten sicher sind, sollte es nicht überraschen, dass die klassische Formulierung der Dokumentationshypothese wieder einmal in Frage gestellt wurde. Viele nordamerikanische Gelehrte sind jedoch nicht mit den Arbeiten einer neuen Generation europäischer Gelehrter vertraut, die eine alternative Sichtweise der Entstehungsgeschichte des Pentateuch vertreten.
Ein wachsender Konsens in Europa besagt, dass die größeren Blöcke der pentateuchischen Tradition, insbesondere die Geschichten der Patriarchen und Moses, vor dem Priesterkodex nicht redaktionell miteinander verbunden waren, wie die J-Hypothese nahelegt, sondern als zwei unabhängige, rivalisierende Mythen von Israels Ursprüngen nebeneinander existierten. Dieser Band stellt sowohl die neueste europäische Forschung zum Pentateuch als auch deren kritische Diskussion zur Verfügung und bietet damit eine hilfreiche Quelle, die den Dialog zwischen nordamerikanischen und europäischen Auslegern weiter fördert. Die Autoren sind Erhard Blum, David M.
Carr, Thomas B. Dozeman, Jan Christian Gertz, Christoph Levin, Albert de Pury, Thomas Christian Roemer, Konrad Schmid und John Van Seters.