Bewertung:

Rachel Michelbergs Memoiren „Crash“ schildern ihren erschütternden Weg, nachdem ihr Mann bei einem Flugzeugabsturz eine Hirnverletzung erlitten hat. Das Buch ist eine offene Erkundung ihrer emotionalen Kämpfe, der gesellschaftlichen und familiären Erwartungen an die Pflege und ihrer Suche nach Selbstidentität inmitten überwältigender Herausforderungen. Die Leser werden in ihre Verletzlichkeit und Authentizität hineingezogen, was es zu einer fesselnden Lektüre für alle macht, die vor ähnlichen Dilemmas stehen.
Vorteile:Fesselnde und temporeiche Erzählung. Der Mut der Autorin, sich ihren schmerzhaften Umständen zu stellen, ist lobenswert. Die Leserinnen und Leser schätzen die ehrliche Darstellung komplexer Gefühle und schwieriger Entscheidungen. Der Schreibstil wird für seine Klarheit und Prägnanz gelobt, die die Memoiren zugänglich und nachvollziehbar machen. Viele fanden die Erzählung ergreifend und zum Nachdenken anregend, da sie Einblicke in die Herausforderungen der Pflege und die persönliche Belastbarkeit bietet.
Nachteile:Einige Leser fanden den Text gelegentlich melodramatisch oder kritisierten den Lesestil der Autorin. Es wurde bemängelt, dass das Buch nur für Personen geeignet ist, die einen persönlichen Bezug zur Geschichte haben. Einige Rezensenten wiesen auf Momente hin, die als selbstverliebt oder abstoßend empfunden werden könnten. Insgesamt wird zwar die Authentizität geschätzt, aber die Memoiren mögen aufgrund der besonderen persönlichen Umstände nicht bei jedem auf Resonanz stoßen.
(basierend auf 107 Leserbewertungen)
Crash: How I Became a Reluctant Caregiver
Rachel hält sich selbst für ein nettes jüdisches Mädchen, das sich dem Ehrenhaften verschrieben hat, so wie ihre Eltern es ihr beigebracht haben. Doch als ihr Mann David einen Flugzeugabsturz überlebt und einen schweren Hirnschaden davonträgt, steht sie vor der Wahl: Soll sie ihr Leben der Pflege eines Mannes widmen, den sie nicht mehr liebt, oder soll sie ihn verlassen?
Ihre Ehe war schon zum Zeitpunkt des Unfalls zerrüttet, und obwohl sie das Richtige tun will, weiß Rachel nicht, wie sie sich um zwei Kinder und einen unvernünftigen, inkontinenten und zu Krampfanfällen neigenden erwachsenen Mann kümmern soll. Und wie soll sie es schaffen, ihren Geliebten zu sehen? Aber was für ein egoistisches Monster würde sich weigern, sich um ihren behinderten Mann zu kümmern, egal wie unglücklich ihre Ehe war? Rachel möchte glauben, dass sie ihr Leben Davids Bedürfnissen widmen kann, aber sie weiß, dass dies unmöglich ist.
Crash greift ein Dilemma auf, das in unserer Kultur allgegenwärtig ist: die moralischen Konflikte, mit denen Menschen konfrontiert sind, wenn sie sich um ein behindertes oder kognitiv beeinträchtigtes Familienmitglied kümmern.