Bewertung:

Das Buch geht der faszinierenden Frage nach, warum die Jains fasten und sich selbst verleugnen, obwohl sie glauben, dass ihre Gottheiten nichts von ihrer Existenz wissen. Es bietet eine gründliche Untersuchung der Jain-Rituale, der Gottheiten und Vergleiche mit dem Hinduismus und dem Buddhismus, was es zu einer informativen Quelle für das Verständnis des Jain-Glaubens macht.
Vorteile:Das Buch ist sehr informativ, geht einer einzigartigen Frage zum Jain-Fasten nach, bietet klare Erklärungen zu Jain-Ritualen und Gottheiten und vergleicht den Jainismus effektiv mit anderen indischen Religionen. Das Buch ist für ein breites Publikum zugänglich und stellt eine wertvolle Quelle für Studenten dar.
Nachteile:In den Rezensionen wurden keine nennenswerten Nachteile genannt, obwohl die Komplexität der indischen Religionen für manche Leser eine Herausforderung darstellen könnte.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Absent Lord: Ascetics and Kings in a Jain Ritual Culture Volume 8
Was bedeutet es, Wesen zu verehren, von denen man glaubt, dass sie völlig gleichgültig gegenüber jeglicher Form der Verehrung sind und sich dieser völlig entziehen? Wie würde sich eine solche Beziehung zu heiligen Wesen auf das religiöse Leben einer Gemeinschaft auswirken? Ausgehend von diesen Fragen erforscht Lawrence A. Babb die rituelle Kultur der bildverehrenden Svetambar-Jains in den westindischen Bundesstaaten Gujarat und Rajasthan.
Der Jainismus lässt sich bis ins neunte Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen und ist neben dem Buddhismus das einzige überlebende Beispiel der alten nichtvedischen religiösen Traditionen Indiens.
Er ist bekannt und berühmt für seine systematische Praxis der Gewaltlosigkeit und für die intensive Strenge der Askese, die er fördert. Ein einzigartiger Aspekt von Babbs Studie ist die Verknüpfung der Jain-Tradition mit der sozialen Identität der bestehenden Jain-Gemeinschaften.
Abschließend zeigt Babb, dass die rituelle Kultur der Jain als eine Variante panindischer ritueller Muster betrachtet werden kann. Indem er diese wenig bekannte religiöse Tradition beleuchtet, zeigt er, dass die göttliche "Abwesenheit" in ihren Möglichkeiten, eine religiöse Antwort auf den Kosmos zu geben, ebenso reichhaltig sein kann wie die göttliche "Gegenwart".