Bewertung:

Das Buch ist eine detaillierte Biografie des Musikers Adrian Rollini, die Einblicke in den frühen Jazz und die Musiker der 20er und 30er Jahre bietet. Während es für seinen umfassenden Charakter und seinen faszinierenden Inhalt gelobt wird, finden einige Leser, dass es zu detailliert ist und persönliche Einblicke in Rollini selbst vermissen lässt.
Vorteile:Sehr umfassende Biografie mit interessanten Einblicken in das Leben und den Kontext von Musikern in den 20er und 30er Jahren. Sie bietet einen faszinierenden Einblick in Rollinis musikalische Karriere und enthält Verweise auf bekannte Persönlichkeiten aus dieser Zeit. Die Recherchen des Autors sind lobenswert und sprechen vor allem die Fans des frühen Jazz an.
Nachteile:Das Buch kann zu detailliert und mühsam zu lesen sein und ähnelt eher einer Diskografie als einer Biografie. Es lässt persönliche Einblicke in Rollinis Charakter vermissen und wurde wegen umständlicher Prosa und eklatanter sachlicher Fehler kritisiert. Viele sind der Meinung, dass sich das Buch nur für die größten Rollini-Fans lohnt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Adrian Rollini: The Life and Music of a Jazz Rambler
Adrian Rollini (1903-1956), ein amerikanischer Jazz-Multiinstrumentalist, spielte Basssaxophon, Klavier, Vibraphon und eine Reihe anderer Instrumente. Er führte sogar einige Instrumente ein, wie z. B. das mundharmonikaähnliche Cuesnophon, genannt Goofus, das noch nie zuvor im Jazz eingesetzt wurde. Adrian Rollini: The Life and Music of a Jazz Rambler stützt sich auf mündliche Überlieferungen, unzählige alte Artikel und Familienarchive, um Rollinis Leben nachzuzeichnen, von der Ankunft seiner Familie in den USA über seine Entwicklung und Karriere als Musiker bis hin zu seinem Ruhestand und seinem Tod.
Rollini war ein Wunderkind und spielte bereits im Alter von fünf Jahren in der Öffentlichkeit Klavier. Mit sechzehn Jahren nahm er in New York Pianorollen auf, als seine Altersgenossen sein Talent erkannten und ihn baten, in einer neuen Band, den California Ramblers, Xylophon und Klavier zu spielen. Als er beschloss, ein relativ neues Instrument, das Basssaxophon, zu spielen, prägten die Ramblers den Jazz für immer. Rollini wurde der Mann, der diesem Instrument seinen Platz einräumte. Doch er beschränkte sich nicht darauf, Bassparts zu spielen - er wurde zum wichtigsten Solisten der California Ramblers und prägte den Sound der Band im Studio und in der Öffentlichkeit.
1927 leitete Rollini eine neue Band, zu der Jazzgrößen wie Bix Beiderbecke und Frank Trumbauer gehörten. In den Jahren der Depression kehrte er nach New York zurück und spielte mit mehreren Bands, darunter seine eigenen New California Ramblers. In den 1940er Jahren erwarb Rollini ein Anwesen auf Key Largo. Er trat nur noch selten öffentlich auf, veranstaltete aber in seiner Fischerhütte ausgelassene Jamsessions mit einigen der besten landesweit bekannten und lokalen Musiker. Nach einem Autounfall und einem unglücklichen Krankenhausaufenthalt verstarb Rollini im Alter von dreiundfünfzig Jahren.