
Africa Under Neoliberalism
Seit den 1980er Jahren wurde auf die politische Elite Afrikas anhaltender Druck ausgeübt, die Entwicklungsstrategien des Kontinents im Austausch für die dringend benötigte Entwicklungshilfe im Neoliberalismus zu verankern.
Die Beziehungen zwischen den Regierungen des Kontinents und den westlichen Gebergemeinschaften und insbesondere deren Institutionen der Global Governance - den Internationalen Finanzinstitutionen - wurden durch eine Reihe von Maßnahmen und Programmen gestützt. Im Laufe der Zeit haben diese Politiken und Programme versucht, die Autorität und die Fähigkeit des Staates, soziale, politische und wirtschaftliche Veränderungen zu bewirken, zu verändern und gleichzeitig den nationalen Raum für transnationales Kapital und Ideen zu öffnen.
Das Ergebnis ist ein Kontinent, der nun offener für das internationale Kapital, exportorientiert und liberal in seiner politischen Führung ist. Hat der Neoliberalismus die Unterentwicklung in Afrika endgültig gestoppt? Dieses Buch, das führende Forscher und Analysten zusammenbringt, um Schlüsselfragen aus einer multidisziplinären Perspektive zu untersuchen, bedeutet eine grundlegende Abkehr von der orthodoxen Analyse, die oft den Kolonialismus als Referenzobjekt voraussetzt.
Hier werden drei Jahrzehnte Neoliberalismus mit ihrer komplexen sozialen und wirtschaftlichen Philosophie in den Vordergrund gestellt. Mit dem veränderten Schwerpunkt wird die Beziehung zwischen globaler Entwicklung und lokalen Veränderungen anhand einer Vielzahl drängender zeitgenössischer Fragen untersucht, um eine kritische, multidisziplinäre Bewertung der Herausforderungen und Veränderungen in Afrika in den letzten drei Jahrzehnten zu bieten.