Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende soziologische Analyse afrikanischer Kunstmuseen, indem es die Stimmen von Kuratoren und Künstlern hervorhebt und einen theoretischen Rahmen für das Verständnis zeitgenössischer afrikanischer Kunst bietet. Es präsentiert umfangreiche Forschungsergebnisse und persönliche Einblicke und ist damit ein wichtiger Beitrag zu den Bereichen Kunstsoziologie und Museumsstudien.
Vorteile:Umfangreiche Recherchen, aufschlussreiche Stimmen von Kuratoren und Künstlern, innovative theoretische Modelle, informative Diskussionen über die Neuzusammensetzung afrikanischer Kunst, wertvoll sowohl für Neulinge als auch für Veteranen auf diesem Gebiet, machen das Buch zu einem Muss für alle, die sich für afrikanische Kunst interessieren.
Nachteile:Das Buch erfordert aufgrund seiner Komplexität und Tiefe eine sorgfältige Lektüre, die Gelegenheitsleser möglicherweise nicht anspricht.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
African Art Reframed: Reflections and Dialogues on Museum Culture
Einst als eine Sammlung von Artefakten und rituellen Objekten betrachtet, wird afrikanische Kunst heute von Museen und Sammlern respektiert. Bennetta Jules-Rosette und J. R. Osborn untersuchen die Neuausrichtung der afrikanischen Kunst anhand von Fallstudien in Museen und Galerien in den Vereinigten Staaten, Europa und Afrika.
Die Autoren verfolgen dabei einen dreigleisigen Ansatz. Der erste Teil reicht vom Kuriositätenkabinett bis zur virtuellen Website und bietet eine Geschichte der ethnografischen und Kunstmuseen sowie einen Überblick über deren Organisation und Methoden, die Öffentlichkeit zu erreichen. Im zweiten Teil untersuchen die Autoren Museen als Ökosysteme und Gemeinschaften innerhalb von Gemeinschaften, und sie verwenden semiotische Methoden, um Bilder, Zeichen und Symbole zu analysieren, die aus den Erfahrungen von Kuratoren und Künstlern stammen. Im dritten Teil werden innovative Strategien für die Ausstellung, Verbreitung und Wiederaneignung afrikanischer Kunst vorgestellt. Die Autoren schlagen auch vor, wie die Kunst innerhalb und außerhalb des Museums neu interpretiert werden kann, und zeigen Wege auf, die Ergebnisse neu zu mischen.
Auf der Grundlage ausführlicher Gespräche mit Kuratoren, Sammlern und Künstlern ist African Art Reframed ein unverzichtbarer Leitfaden für den Aufbau neuer Austauschbeziehungen und Verbindungen in der dynamischen Welt der afrikanischen und globalen Kunst.