Bewertung:

Das Buch „African Voices of the Atlantic Slave Trade: Beyond the Silence and the Shame“ (Afrikanische Stimmen des atlantischen Sklavenhandels: Jenseits des Schweigens und der Schande) von Professor Anne C. Bailey wird für seinen zum Nachdenken anregenden Inhalt und seine detaillierte Erforschung der Geschichte des atlantischen Sklavenhandels gelobt. Sie hebt die Bedeutung mündlicher Überlieferungen und die Rolle der verschiedenen am Sklavenhandel beteiligten Parteien hervor. Einige Leser sind jedoch enttäuscht, dass der afrikanische Widerstand gegen den Sklavenhandel zu kurz kommt, und kritisieren den Schreibstil.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und enthält eine Fülle von Informationen, die zum Nachdenken anregen. Es bietet eine einzigartige Perspektive auf den atlantischen Sklavenhandel, indem es mündliche Überlieferungen einbezieht und die Komplexität der afrikanischen Beteiligung hervorhebt. Es wird als aufschlussreich und als wichtiger Beitrag zum Verständnis der amerikanischen Sklaverei angesehen, was es zu einer empfohlenen Lektüre für den Geschichtsunterricht macht.
Nachteile:Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch nicht angemessen auf den afrikanischen Widerstand gegen den Sklavenhandel eingeht, da es diese Geschichte ignoriert. Außerdem wird der Schreibstil kritisiert, den einige als fehlerhaft und mäandernd empfinden, was ihn weniger fesselnd macht.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
African Voices of the Atlantic Slave Trade: Beyond the Silence and the Shame
Es ist eine furchtbare Geschichte. Es ist eine furchtbare Geschichte. Warum willst du das jetzt ansprechen? -Häuptling Awusa von Atorkor.
Jahrhundertelang wurde die Geschichte des atlantischen Sklavenhandels durch die Augen und Aufzeichnungen der weißen Europäer gefiltert. In diesem bahnbrechenden Buch konzentriert sich die Historikerin Anne C. Bailey auf die Erinnerungen an den Handel aus afrikanischer Sicht. Afrikanische Häuptlinge und andere Älteste in einem Gebiet im Südosten Ghanas - einst berühmt als "alte Sklavenküste" - erzählen Geschichten, aus denen hervorgeht, dass die Afrikaner sowohl Händler als auch Opfer des Handels waren.
Bailey vertritt die Ansicht, dass viele afrikanische Gesellschaften, ebenso wie die Opfer von Traumata, heute eine fragmentierte Sicht auf ihre Vergangenheit haben, was zum Teil die Decke des Schweigens und der Scham über den Sklavenhandel erklärt. Anhand zahlreicher mündlich überlieferter Geschichten stellt Bailey fest, dass die Afrikaner zwar keine gleichberechtigten Partner der Europäer waren, dass aber selbst ihre teilweise Beteiligung am Sklavenhandel verheerende Folgen für ihre Geschichte und Identität hatte. In diesem beispiellosen und aufschlussreichen Buch erforscht Bailey die heikle und fragmentierte Natur der historischen Erinnerung.