Bewertung:

Dr. Intondis Buch bietet eine tiefgreifende Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Atomwaffen und Fragen der sozialen Gerechtigkeit, wobei der Schwerpunkt auf den Perspektiven und Anliegen der afro-amerikanischen Gemeinschaft nach dem Zweiten Weltkrieg liegt. Es ist gut recherchiert und dient als wichtige Quelle für das Verständnis historischer und aktueller politischer Dynamiken, insbesondere im Zusammenhang mit der Bürgerrechtsbewegung und dem McCarthyismus.
Vorteile:⬤ Tiefgründig recherchiert und augenöffnend
⬤ thematisiert oft unerzählte Geschichte
⬤ hebt die Anliegen der afroamerikanischen Gemeinschaft hervor
⬤ wertvoll für Studenten und Pädagogen
⬤ empfohlen für alle, die sich für Bürgerrechte und soziale Gerechtigkeit interessieren.
Nicht erwähnt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
African Americans Against the Bomb: Nuclear Weapons, Colonialism, and the Black Freedom Movement
Lange bevor Rev. Dr.
Martin Luther King Jr. sich gegen Atomwaffen aussprach, protestierten Afroamerikaner gegen die Bombe. Historiker haben Afroamerikaner bei der Untersuchung der Anti-Atom-Bewegung im Allgemeinen ignoriert, obwohl sie zu den ersten Bürgern gehörten, die gegen Trumans Entscheidung protestierten, 1945 Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abzuwerfen.
African Americans Against the Bomb erzählt nun zum ersten Mal die fesselnde Geschichte jener schwarzen Aktivisten, die für die nukleare Abrüstung kämpften, indem sie die Nuklearfrage mit dem Kampf für Rassengleichheit verbinden. Intondi zeigt, dass Schwarze in Amerika den Einsatz von Atombomben schon früh als Rassenproblem betrachteten und sich fragten, warum so enorme Ressourcen für den Bau von Atomwaffen ausgegeben wurden, anstatt sie für die Verbesserung verarmter Gemeinden einzusetzen.
Die Befürchtung schwarzer Aktivisten, dass die Ethnie bei der Entscheidung für den Einsatz von Atombomben eine Rolle spielte, verstärkte sich erst, als die USA in den 1950er Jahren mit dem Einsatz von Atomwaffen in Korea und ein Jahrzehnt später in Vietnam drohten. Für schwarze Linke in Volksfrontgruppen war die Atomfrage mit dem Kolonialismus verbunden: Die USA bezogen Uran aus dem belgisch kontrollierten Kongo und die Franzosen testeten ihre Atomwaffen in der Sahara.
Durch die Ausweitung der traditionellen Forschung zur Geschichte der nuklearen Abrüstungsbewegung auf schwarze Liberale, Geistliche, Künstler, Musiker und Bürgerrechtsführer zeigt Intondi die Verbindungen zwischen der schwarzen Freiheitsbewegung in Amerika und Fragen des globalen Friedens auf. Von Langston Hughes über Lorraine Hansberry bis hin zu Präsident Obama bietet African Americans Against the Bomb einen augenöffnenden Bericht über das kontinuierliche Engagement von Afroamerikanern, die erkannten, dass die Verbreitung von Atomwaffen eine Bedrohung für die Bürgerrechte aller Menschen darstellt.