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Agnes Blannbekin, Viennese Beguine: Life and Revelations
Dieses frühe Beispiel eines geistlichen Tagebuchs, das die Visionen einer Mystikerin enthält, bietet einen Einblick in das tägliche Leben und die spirituellen Praktiken von Ordensfrauen.
In ihren Visionen berichtet sie von denkwürdigen Ereignissen wie dem Besuch eines beliebten Bischofs in der Stadt, bei dem Menschen zu Tode getrampelt wurden, von den Folgen einer Vergewaltigung durch einen Priester, von Diebstählen der Eucharistie und vom Wirken der Hexen. Christus ist für Blannbekin nicht nur Bräutigam, sondern auch Ladenbesitzer, Apotheker und axtschwingender Soldat, und es war ihre Vision vom Verschlucken der Vorhaut Christi, die schließlich zur Zensur führte.
Leben und Offenbarung“ wurde erst vor relativ kurzer Zeit von dem österreichischen Gelehrten Peter Dinzelbacher wiederentdeckt, und diese Übersetzung basiert auf seiner kritischen Ausgabe. Ulrike Wiethaus ist außerordentliche Professorin für interdisziplinäre Berufungen an der Wake Forest University.