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Als Vorläuferin und kritische Vertreterin der Französischen Neuen Welle verwebt Agn s Varda Dokumentar- und Spielfilme zu Teppichen, die unverwechselbare Orte und komplexe Menschen porträtieren. Kritiker und Liebhaber feiern Vardas Unabhängigkeit und Originalität, seit ihr der New-Wave-Prüfstein Cleo von 5 bis 7 (1962) zu internationalem Ruhm verhalf, den sie bis heute nicht mehr losgeworden ist.
Die Filmhistorikerin Kelley Conway zeichnet Vardas Werke von ihrem Debüt La Pointe Courte (1954) bis hin zu ihren Kurz- und Spielfilmen, Installationen und dem triumphalen Dokumentarfilm The Beaches of Agn s (2008) nach. Auf der Grundlage von Vardas Archiven und Gesprächen mit der Filmemacherin konzentriert sich Conway auf die konkreten Details, wie Varda Filme macht: die Entstehung eines Projekts, seine Entwicklung und die wechselnden Formen des Drehbuchs, die Suche nach einer Finanzierung und die Ausführung vom Casting über den Schnitt bis zur Vorführung.
Dabei weicht sie von der traditionellen Sichtweise der Filmgeschichte auf die Französische Neue Welle ab und zeigt den unkonventionellen Weg einer Künstlerin durch das unabhängige Filmemachen. Das Ergebnis ist eine intime Betrachtung, die die künstlerischen Kontinuitäten und die kühnen Veränderungen in der Karriere eines der überschwänglichsten und faszinierendsten Regisseure der Welt aufzeigt.