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Educating Egypt: Civic Values and Ideological Struggles
Die alltäglichen Praktiken, politischen Ideen und ideologischen und politischen Kämpfe, die das ägyptische Bildungswesen geprägt haben, von der Ära der Nationenbildung im zwanzigsten Jahrhundert bis zum Zeitalter der digitalen Disruption im einundzwanzigsten
Seit der Revolution von 1952 bestand ein Hauptzweck der formalen Bildung in Ägypten darin, die Bevölkerung zu sozialisieren, damit sie bestimmte Einstellungen und Verhaltensweisen annimmt, die den herrschenden Regimen förderlich sind. Die Kontrolle des Staates über das Bildungswesen war jedoch aufgrund des anhaltenden Einflusses ausländischer Akteure und islamistischer Bewegungen nie völlig hegemonial. Das ägyptische Bildungswesen geriet zunehmend unter Druck, und zwar aufgrund einer Kombination aus der zunehmenden Privatisierung des Bildungssektors, die zu einer neuen Klasse von Bildungsunternehmern führte, dem Erstarken des politischen Islams, das die nationale Sicherheit gefährdete, sowie der Globalisierung und den sich rasch verändernden digitalen Technologien, die die Lernkulturen und -praktiken sowohl innerhalb als auch außerhalb des Klassenzimmers veränderten.
Educating Egypt zeichnet die alltäglichen Praktiken, politischen Ideen und ideologischen und politischen Kämpfe der Bildung von der Ära der Nationenbildung im zwanzigsten Jahrhundert bis zum Zeitalter der digitalen Disruption im einundzwanzigsten Jahrhundert nach. Jahrhundert. Das übergreifende Thema ist, dass Schule und Bildung im weitesten Sinne stets größere politische, wirtschaftliche und kulturelle Vorstellungen darüber widergespiegelt haben, was die gute Gesellschaft und den guten Bürger ausmacht, auch wenn diese Vorstellungen heftig umstritten waren. Linda Herrera stützt sich auf drei Jahrzehnte ethnografischer Forschung in ägyptischen Schulen und unter ägyptischen Jugendlichen und fragt, was passiert, wenn Bildungsakteure grundlegend unterschiedliche Ansichten über den Zweck der Schulbildung, die Rolle des Bürgers und den Charakter des kollektiven "Wir" der Gesellschaft haben.