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Acts of Transgression: Contemporary Live Art in South Africa
Fünfzehn Autoren erkunden das experimentelle, interdisziplinäre und radikal transgressive Feld der zeitgenössischen Live-Kunst in Südafrika und konzentrieren sich dabei auf ein breites Spektrum von Perspektiven, Persönlichkeiten und theoretischen Anliegen.
Die zeitgenössische südafrikanische Gesellschaft ist chronologisch gesehen "nach" der Apartheid, aber sie kämpft weiterhin mit materiellen Wiedergutmachungen, Landumverteilung und systemischem Rassismus. Acts of Transgression stellt die Komplexität dieses Moments mit dem reichen Potenzial einer performativen Kunstform dar, die disziplinäre Grenzen und ästhetische Konventionen überschreitet. Die Autoren, die alle maßgeblich an der Performance-Kunst beteiligt sind, untersuchen die Überschneidungen mit Krisen und sozio-politischen Turbulenzen, sich verändernden Vorstellungen von Identität und Zugehörigkeit, verkörperten Traumata und Verlusten. Narrative der Vergangenheit und Visionen für die Zukunft werden durch die Erinnerung und das Archiv hinterfragt, wodurch eingefahrene koloniale Systeme destabilisiert werden.
Die kollektive Analyse der Arbeit von mehr als 25 zeitgenössischen südafrikanischen Künstlern, darunter Athi-Patra Ruga, Mohau Modisakeng, Steven Cohen, Dean Hutton, Mikhael Subotzsky, Tracey Rose und Donna Kukama, wird von einer visuellen Dokumentation mit mehr als 50 Fotos begleitet. Für alle, die in den Bereichen Theater, Performancestudien und Kunst arbeiten, ist dies eine unverzichtbare Sammlung kritischer Aufsätze zu einem aufkeimenden und spannenden Bereich der zeitgenössischen südafrikanischen Forschung.