Bewertung:

Die Biographie „Albert Camus: A Life“ von Olivier Todd hat gemischte Kritiken erhalten, in denen die Stärken des Buches in Bezug auf Detailgenauigkeit und Recherche hervorgehoben, aber auch erhebliche Mängel in Bezug auf Übersetzung und Struktur festgestellt wurden. Viele Leser schätzen die Tiefe der Informationen und die lebendige Darstellung von Camus und seinem komplexen Leben, aber einige kritisieren den Schreibstil und den unzusammenhängenden Erzählfluss, insbesondere aufgrund der gekürzten englischen Version.
Vorteile:⬤ Sehr detaillierte und umfassende Recherche
⬤ gibt Einblick in Camus' Gedanken und sein persönliches Leben
⬤ fängt die Essenz des französischen Intellektualismus der Nachkriegszeit ein
⬤ fesselnd für alle, die sich für Existenzialismus und modernistische Literatur interessieren
⬤ anschauliche Darstellung einer komplexen Persönlichkeit.
⬤ Unbeholfene Übersetzung, die manchmal nicht die Absicht des Autors wiedergibt
⬤ unzusammenhängende Erzählung mit einem Mangel an kohärenten Themen
⬤ viele Zitate und bibliographisches Material wurden in der englischen Ausgabe ausgelassen
⬤ einige Rezensenten fanden, dass es sich zu sehr auf Zitate stützt, was von der ursprünglichen Stimme des Autors ablenkt.
(basierend auf 32 Leserbewertungen)
Albert Camus: A Life
In dieser lebendigen, fesselnden Biografie von Albert Camus, dem international gefeierten Autor von Der Fremde, Die Pest und Der Untergang, hat der französische Schriftsteller und Journalist Olivier Todd eine Fülle von nie zuvor verfügbaren Quellen ausgewertet - persönliche Korrespondenz, Notizbücher, öffentliche Aufzeichnungen sowie exklusive Interviews mit Camus' Familie, Freunden, Arbeitskollegen, Mentoren und Liebhabern.
Das Ergebnis ist die Studie eines Mannes, der sich in einem Konflikt zwischen familiärer Loyalität und seiner eigenen leidenschaftlichen Natur befindet, zwischen dem Ruf nach politischem Handeln und der Hingabe an seine Kunst, zwischen seiner Unterstützung für die einheimischen Algerier und seiner Identifikation mit den vergessenen armen Weißen. Todd erforscht Camus' verarmte Kindheit in der algerischen Stadt Belcourt, seine Aktivitäten im Pariser Untergrund während der Besatzungszeit, die Intrigen der französischen Literaten, die ihn nach der Veröffentlichung seines ersten Romans L'Etranger umarmten, und enthüllt den einsamen Privatmann hinter der Maske seiner Berühmtheit.
Er zeigt uns einen Schriftsteller, der durch seinen eigenen Erfolg isoliert ist, verkrüppelt durch die Reize der Frauen, denen er nicht widerstehen konnte, geschwächt durch die Tuberkulose, die ihn nicht umbrachte. Der Autounfall, der ihn tötete, macht die Ironie im Leben dieses internationalen Giganten der Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts nur noch deutlicher.“.