Bewertung:

Die Biografie von John Taliaferro „All the Great Prizes: The Life of John Hay, from Lincoln to Roosevelt“ schildert das Leben von John Hay, einer einflussreichen Persönlichkeit, die als Sekretär von Präsident Abraham Lincoln und später als Außenminister unter den Präsidenten McKinley und Roosevelt diente. Das Buch verbindet persönliche Anekdoten, historische Ereignisse und Hay's Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten und bietet so einen umfassenden Überblick über sein Leben während bedeutender Perioden der amerikanischen Geschichte.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, fesselnd und bietet einen intimen Einblick in Hay's Leben und seine Beziehungen zu wichtigen historischen Persönlichkeiten, einschließlich Lincoln und Roosevelt. Es fängt die politische Landschaft der damaligen Zeit ein und hebt Hay's Leistungen und Beiträge zur amerikanischen Diplomatie hervor. Die Erzählung wird durch die Korrespondenz und die literarischen Werke von Hay bereichert, was sie für den Leser zugänglich und unterhaltsam macht.
Nachteile:In einigen Rezensionen wurde bemängelt, dass der Schreibstil mitunter zu ausführlich ist und unnötige Füllwörter enthalten kann. Bestimmte Abschnitte, insbesondere jene, die sich mit Hay's Privatleben befassen, werden als zu romantisch oder ablenkend empfunden. Es gibt auch Beschwerden über sich wiederholende Inhalte und kleinere historische Ungenauigkeiten sowie über ein langsameres Tempo in den mittleren Abschnitten des Buches.
(basierend auf 130 Leserbewertungen)
All the Great Prizes: The Life of John Hay, from Lincoln to Roosevelt
Die erste umfassende Biografie von John Hay seit 1934: Vom Sekretär Abraham Lincolns bis zum Außenminister von Theodore Roosevelt war Hay mehr als ein halbes Jahrhundert lang eine wichtige amerikanische Persönlichkeit.
John Taliaferros brillante Biographie fängt das außergewöhnliche Leben von Hay, einer der erstaunlichsten Figuren der amerikanischen Geschichte, ein und gibt ihm seinen rechtmäßigen Platz zurück. Als Privatsekretär von Lincoln und Außenminister von Theodore Roosevelt war Hay sowohl Zeuge als auch Autor vieler der bedeutendsten Kapitel der amerikanischen Geschichte - von der Geburt der Republikanischen Partei über den Bürgerkrieg und den Spanisch-Amerikanischen Krieg bis hin zum Auftakt des Ersten Weltkriegs. Als Botschafter und Staatsmann leitete er viele der wichtigsten diplomatischen Initiativen des Landes um die Jahrhundertwende: die Offene Tür mit China, die Schaffung des Panamakanals und die Etablierung Amerikas als Weltmacht.
Hay's Freunde sind ein "Who is Who" der Epoche: Mark Twain, Horace Greeley, Henry Adams, Henry James und praktisch jeder Präsident, Herrscher, Autor, Künstler, Machtmakler und Raubritter des Gilded Age. Seine Kollegen schätzten ihn als "einen perfekt geschliffenen Stein" und "den größten Premierminister, den diese Republik je hatte". Doch trotz all seiner Eleganz und seines Glanzes hatte er auch seine Geheimnisse. Seine Ehe mit einer der reichsten Frauen des Landes hinderte ihn nicht daran, die Madame X der Washingtoner Gesellschaft zu verfolgen, deren anderer heimlicher Verehrer Hay's bester Freund Henry Adams war.
All the Great Prizes, die erste maßgebliche Biografie von Hay seit achtzig Jahren, zeichnet ein reiches und faszinierendes Porträt dieses brillanten Amerikaners und seiner vielen Welten.