Bewertung:

Das Buch befasst sich mit der Entstehung von Sportmythen und bietet einen detaillierten Einblick in die Geschichte und die Entwicklung des modernen Sports, insbesondere des russischen Skilanglaufs. Es ist gut recherchiert und enthält überraschende Informationen, die auch für Spezialisten auf diesem Gebiet interessant sind.
Vorteile:Sehr empfehlenswert für Wissenschaftler und Enthusiasten, gründlich recherchiert, faszinierende und unglaubliche Informationen, besonders wertvoll für Spezialisten im Skisport und in der Sportgeschichte.
Nachteile:In erster Linie für Fachleute geeignet, was die Attraktivität für ein breiteres Publikum einschränken kann.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Everyone to Skis!
Nirgendwo auf der Welt wurde der Biathlonsport, eine Kombination aus Skilanglauf und Gewehrschießen, so ernst genommen wie in der Sowjetunion, und keine andere Nation war bei internationalen Wettkämpfen erfolgreicher.
Von der Einführung des modernen Biathlons im Jahr 1958 bis zum Ende der UdSSR im Jahr 1991 gewannen Athleten aus der Sowjetunion fast die Hälfte aller Medaillen, die bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen vergeben werden konnten. Die sowjetische Überlegenheit im Biathlon beruhte jedoch nicht nur auf reinem technischen Können.
Der Sport verkörperte die Kultur, das Bildungssystem und die historische Erfahrung der Sowjetunion und bot die perfekte ideologische Plattform, um den sozialistischen Standpunkt und die militärische Macht des Staates zu propagieren, was dem Sport eine Sensibilität des Kalten Krieges verlieh, die über das primäre Streben der Regierung nach olympischen Erfolgen in der Nachkriegszeit hinausging. William D. Franks Buch ist die erste umfassende Analyse der Art und Weise, wie die sowjetische Regierung den Skisport im Laufe von sieben Jahrzehnten als kulturelles, ideologisches, politisches und soziales Instrument interpretierte.
Am Anfang gehörte der Biathlon der Sowjetunion, und so sind die Geschichten des Staates und der Veranstaltung untrennbar miteinander verbunden. Durch die einzigartige Perspektive des Autors auf den Biathlonsport als ehemaliger nationaler Wettkämpfer und derzeitiger Professor für sowjetische Geschichte wird "Jeder auf Skiern" Studenten und Wissenschaftler der russischen und sowjetischen Geschichte ebenso ansprechen wie allgemeine Leser mit Interesse am Skisport und der Entwicklung des 20.