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Everyday Cosmopolitanisms: Living the Silk Road in Medieval Armenia
Ein kostenloses Open-Access-Ebook ist nach der Veröffentlichung erhältlich.
Erfahren Sie mehr unter www.luminosoa.org. Die Seidenstraße wird oft als Vorläufer der heutigen Globalisierung betrachtet, die Händler, die sie durchquerten, als frühe Akteure des kulturellen Austauschs.
Was fehlt, ist das Leben der einfachen Leute, die die Route bewohnten und ebenso viel zu ihrer Entwicklung beitrugen wie ihre reisenden Kollegen. In diesem Buch nimmt Kate Franklin das Hochland des mittelalterlichen Armeniens als überzeugende Fallstudie, um zu untersuchen, wie die frühe Globalisierung und das Alltagsleben entlang der Seidenstraße miteinander verflochten waren. Sie argumentiert, dass Armenien - und die Seidenstraße selbst - aus sich überschneidenden Welten bestand, die von einer Vielzahl von Menschen geschaffen wurden: nicht nur von Fernreisenden, sondern auch von den lokalen Herrschern und Untertanen, die in den armenischen Bergtälern und entlang der Fernstraßen lebten.
Franklin führt den Leser durch immer intimere Bereiche des globalen Austauschs, um die kosmopolitischen Dimensionen des täglichen Lebens hervorzuheben, während sie anschaulich rekonstruiert, wie die Menschen, die im mittelalterlichen Kaukasus lebten und ihn durchquerten, die Welt und ihren Platz darin verstanden. Mit seinem innovativen Fokus auf die weitreichenden Implikationen lokaler Praktiken bringt Everyday Cosmopolitanisms das Studium des mittelalterlichen Eurasiens in Beziehung zu zeitgenössischen Untersuchungen von Kosmopolitismus und Globalisierung und stellt die hartnäckigen Trennungen zwischen modern und mittelalterlich, global und alltäglich in Frage.