
Everyday Magicians: Legal Records and Magic Manuscripts from Tudor England
Die meisten der Frauen und Männer, die im England der Tudorzeit Magie praktizierten, wurden nicht als Hexen gehängt oder verbrannt, obwohl sie aktive Mitglieder ihrer Gemeinschaften waren. Diese alltäglichen Zauberer reagierten auf alltägliche menschliche Probleme wie die Launen des Geldes, der Liebe, des Eigentums und des Einflusses, und sie waren für das reibungslose Funktionieren der englischen Gesellschaft unerlässlich. Dieses aufschlussreiche Buch erzählt ihre Geschichte anhand der Gesetzestexte, in denen sie genannt werden, und der Zauberbücher, die ihre Praktiken aufzeichnen.
Rechtlich gesehen fiel ihre Magie in die Kategorie der Sünde oder des Bagatelldelikts, die vor den unteren Gerichten und am häufigsten vor den Kirchengerichten verhandelt wurden. Trotz ihres relativ niedrigen Status wurden die von ihnen praktizierten Arten der Magie in zeitgenössischen Manuskripten festgehalten. Die Gegenüberstellung und Kontextualisierung der juristischen und magischen Manuskriptaufzeichnungen schafft ein ungewöhnlich reiches Feld für die Erforschung der sozialen Aspekte der magischen Praxis.
Dieses Buch, das sowohl für den Unterricht als auch für das Selbststudium geeignet ist, präsentiert in modernem Englisch die juristischen Dokumente und magischen Texte, die für die gewöhnlichen Formen der Magie im England der Tudorzeit relevant sind. Begleitet werden sie von wissenschaftlichen Einführungen mit originellen Perspektiven zu den Themen. Zu den behandelten Themen gehören: der Londoner Schlauberger Robert Allen; Magie zur Identifizierung von Dieben; Liebeszauber; Magie für die Jagd, das Fischen und das Glücksspiel sowie Magie für Heilung und Schutz.