Bewertung:

Das Buch „When God Lost Her Tongue“ (Als Gott seine Zunge verlor) erforscht das historische Bewusstsein und die Erfahrungen schwarzer Frauen durch eine feministische Brille. Es befasst sich mit Themen wie Schweigen, Auslöschung und den gesellschaftlichen Erwartungen an Schwarze Frauen, während es gleichzeitig historische Persönlichkeiten und ihre Beiträge würdigt.
Vorteile:Das Buch ist gut informiert, schön geschrieben und bietet eine aussagekräftige Analyse historischer und zeitgenössischer Darstellungen Schwarzer Frauen. Sie stellt verborgene Geschichten vor, insbesondere von revolutionären Frauen, und nutzt die Kunst als Medium, um breitere Themen wie Ethnie, Geschlecht und Ermächtigung zu diskutieren. Die Kapitel bauen gut aufeinander auf, und die Fähigkeit der Autorin, historische Erzählungen mit aktuellen kulturellen Figuren zu verknüpfen, kommt beim Leser gut an. Das Buch eignet sich für Studiengänge und Buchclubs und regt die Leser dazu an, ihre Kreativität und ihr Erbe zu erforschen.
Nachteile:Manche Leser könnten den Inhalt als Herausforderung empfinden, wenn sie mit der Kunstgeschichte oder den behandelten historischen Persönlichkeiten nicht vertraut sind. Der hybride Ansatz des Buches könnte auch für diejenigen überwältigend oder komplex sein, die eher einfache historische Darstellungen suchen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
When God Lost Her Tongue: Historical Consciousness and the Black Feminist Imagination
When God Lost Her Tongue versucht, das historische Bewusstsein zu erforschen, wie es durch die schwarze feministische Vorstellungskraft erfasst wird, die die Perspektiven schwarzer Frauen in der afrikanischen Diaspora wieder in den Mittelpunkt stellt, und untersucht, wie die transatlantische Geschichte schwarzer Frauen in unserer heutigen Zeit neu interpretiert und politisiert wird.
Janell Hobson verbindet ausgewählte historische Fallstudien - aus der Karibik und Lateinamerika, dem afrikanischen Kontinent, Nordamerika und Europa - und untersucht gleichzeitig die Nacherzählung dieser Geschichten in den Werken heutiger Schriftstellerinnen und Künstlerinnen. Sie nutzt eine schwarz-feministische Sichtweise, um die Erzählungen von Frauen afrikanischer Abstammung zu retten, die entweder an den Rand gedrängt, ausgelöscht, vergessen und/oder falsch erinnert wurden. Sie werden oft beschworen, aber manchmal vergessen wir ihre Namen. Afrikanische Göttinnen, die mit gefangenen Afrikanern den Atlantik überqueren. Anführerinnen, die die haitianische Revolution anzettelten. Ungenannte schwarze Frauen in europäischen Gemälden. Afrikanische Frauen auf verschiedenen Seiten der "Tür ohne Wiederkehr" während der Zeit des transatlantischen Sklavenhandels. Sogar die allgegenwärtigen "Black Queens", die in einem Beyonc-Musikvideo oder einem Text von Janelle Mone verkündet und bezeichnet werden. Und dann gibt es noch diejenigen, deren Namen wir nie vergessen werden, wie die ikonische Harriet Tubman.
Dieser kritische interdisziplinäre Beitrag ist eine wichtige Lektüre für Studenten und Forscher, die sich mit afroamerikanischen Frauen, schwarzem Feminismus, feministischen Methoden, Africana Studies, Frauen- und Geschlechterstudien beschäftigen.