Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche und fesselnde Untersuchung der Wirtschaftsgeschichte des kolonialen Georgiens und stellt es South Carolina gegenüber, wobei der weniger bekannte Wohlstand und die vielfältigen Merkmale hervorgehoben werden. Es enthält umfangreiche Untersuchungen und Analysen zu Handel, Sklaverei und regionaler Entwicklung und ist damit eine wertvolle Quelle für das Verständnis der Kolonialzeit.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und informativ
⬤ gründliche Recherche
⬤ fesselnde Erzählung
⬤ klare Vergleiche zwischen Georgia und South Carolina
⬤ Einbeziehung von Diagrammen, Karten und persönlichen Geschichten verbessert das Verständnis
⬤ fügt eine wertvolle Perspektive auf die wirtschaftliche Bedeutung von Georgia hinzu.
⬤ Einige Abschnitte können sich in Details verlieren
⬤ können für Leser, die eine leichtere historische Lektüre suchen, überwältigend sein
⬤ Besonderheiten könnten das Erzähltempo für manche Leser verlangsamen.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
On the Rim of the Caribbean: Colonial Georgia and the British Atlantic World
Wie fand das koloniale Georgien, das in seinen Anfängen ein wirtschaftlicher Rückzugsort war, seinen Weg in die aufkeimende karibische und atlantische Wirtschaft, in der der Handel über die nationalen Grenzen hinausging, Kaufleute auf mehreren Märkten tätig waren und der Transport versklavter Afrikaner vier Kontinente miteinander verband?
In On the Rim of the Caribbean (Am Rande der Karibik) interpretiert Paul M. Pressly den Platz Georgiens in der atlantischen Welt im Lichte neuerer Arbeiten zur transnationalen und wirtschaftlichen Geschichte. Er untersucht, wie eine winzige Elite von neu angekommenen Kaufleuten, die sich der lokalen Kultur anpassten, aber einer größeren Vision des britischen Imperiums treu blieben, die Kolonie in den Überseehandel führte. Aus dieser Perspektive untersucht Pressly die Art und Weise, wie Georgia viele der Merkmale der Zuckerinseln übernahm, wie sich Savannah als „karibische“ Stadt entwickelte, die Dynamik eines entstehenden Sklavenmarktes und die Rolle der Händler-Pflanzer als führende Köpfe bei der Schaffung einer äußerst anpassungsfähigen und für Innovationen offenen Wirtschaftskultur. Das rasche Wachstum der Kolonie birgt eine größere Geschichte: wie eine Grenzregion, in der die Karoliner eine so große Rolle spielten, ihren eigenen unverwechselbaren Charakter entwickelte.
Die langsame Reaktion Georgiens auf die revolutionäre Bewegung, so Pressly, hatte einen größeren Zusammenhang. Während der Kolonialzeit war das Lowcountry weiterhin auf die Westindischen Inseln und den Atlantik ausgerichtet und konnte keine engen Beziehungen zum nordamerikanischen Festland aufbauen, wie es South Carolina getan hatte. Er geht davon aus, dass die Amerikanische Revolution den Prozess einleitete, der das Lowcountry in die Umlaufbahn des Festlandes brachte, ein Prozess, der weit über die Revolution hinausreichen sollte.