Bewertung:

Das Buch „On Edge“ von Andrea Petersen ist eine sehr persönliche und gut recherchierte Untersuchung der Angst und ihrer Auswirkungen auf den Einzelnen. Anhand ihrer eigenen Erfahrungen und umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen vermittelt sie Einsichten, die bei vielen Menschen, die mit Angst zu kämpfen haben, auf Resonanz stoßen, so dass das Buch sowohl nachvollziehbar als auch lehrreich ist.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und verbindet persönliche Erzählungen mit gründlicher Forschung über Angststörungen. Die Leserinnen und Leser schätzen es, dass es ihre Erfahrungen bestätigt und ein Verständnis für die Behandlungsmöglichkeiten vermittelt. Es wird auch als Hilfsmittel für Menschen mit Angstzuständen und für diejenigen, die sie unterstützen, empfohlen. In vielen Rezensionen wird die Fähigkeit der Autorin hervorgehoben, die wissenschaftlichen Aspekte der Angst zu vermenschlichen.
Nachteile:Einige Leser empfanden die wissenschaftlichen Abschnitte als trocken und weniger fesselnd im Vergleich zu den persönlichen Memoiren. Es gibt Bedenken, dass sich die Darstellung der Angstbehandlung stark auf Medikamente, insbesondere Benzodiazepine, stützt, was nicht alle Leser befürworten. In einigen Rezensionen wurde erwähnt, dass das Buch Stereotypen über Angst und Introversion verstärken könnte.
(basierend auf 110 Leserbewertungen)
On Edge: A Journey Through Anxiety
Ein gefeierter Wissenschafts- und Gesundheitsreporter bietet einen ironischen, erfrischend ehrlichen Bericht über das Leben mit Angst.
Ein rasendes Herz. Atemprobleme. Überwältigendes Grauen. Andrea Petersen wurde im Alter von zwanzig Jahren zum ersten Mal mit einer Angststörung diagnostiziert, doch später stellte sie fest, dass sie schon seit ihrer Kindheit unter Panikattacken litt. Mit der Zeit vervielfachten sich ihre Symptome. Sie quälte sich wegen jeder seltsamen körperlichen Empfindung. Sie entwickelte Ängste vor dem Fahren auf Autobahnen, vor Kinobesuchen und sogar vor dem Anlecken von Briefumschlägen. Obwohl es eine enorme Erleichterung war, einen Namen für ihren Zustand zu haben, war dies nur der Beginn einer Reise, um ihn zu verstehen und zu meistern - eine Reise, die sie von Psychiatern über Yoga-Retreats bis hin zum Appalachian Trail führte.
Eingeflochten in Petersens persönliche Geschichte ist ein faszinierender Blick auf die Biologie der Angst und die bahnbrechende Forschung, die den Weg zu neuen Behandlungsmethoden weisen könnte. Sie vergleicht Psychopharmaka mit nicht-medikamentösen Behandlungen, darunter Biofeedback und Expositionstherapie. Und sie erforscht die Rolle, die Genetik und Umwelt bei psychischen Erkrankungen spielen, indem sie führende Neurowissenschaftler besucht und ihre Familiengeschichte zurückverfolgt - von ihrer Großmutter, die, von Paranoia geplagt, einst versuchte, ihr eigenes Haus niederzubrennen, bis hin zu ihrer kleinen Tochter, in der Petersen Schattierungen von sich selbst sieht.
Dieses mutige und ermutigende Buch ist eine Pflichtlektüre für alle, die wissen, was es heißt, am Limit zu leben.