Bewertung:

John Eltings Buch „Amateure zu den Waffen: Eine Militärgeschichte des Krieges von 1812“ ist eine detaillierte und kritische Darstellung der militärischen Aspekte des Krieges von 1812, die sich auf die zahlreichen Herausforderungen und Fehler der amerikanischen Streitkräfte konzentriert. Elting zeichnet sich durch seine prägnante Analyse, seinen Humor und seine einprägsamen Charakterisierungen der Schlüsselfiguren des Krieges aus, auch wenn einige Leser seine politischen Kommentare als aufdringlich und seine Perspektive als zu kritisch empfinden.
Vorteile:⬤ Das Buch wird für seine spannenden und detaillierten militärischen Schilderungen, den klaren und gut lesbaren Schreibstil, die scharfsinnigen Analysen und die ausgewogene Kritik an den militärischen Führern gelobt. Eltings Humor und seine geradlinige Herangehensweise machen das Buch fesselnd, und es bietet einen umfassenden Überblick über die Kampagnen des Krieges. Es ist empfehlenswert für alle, die sich für Militärgeschichte interessieren und eine gründliche, fundierte Darstellung des Krieges von 181
⬤ suchen.
Einige Leser kritisieren das Buch wegen des fehlenden sozio-politischen Kontexts und behaupten, dass Eltings politische Agenda die historische Genauigkeit beeinträchtigt. Kritiker erwähnen auch, dass das Buch in Bezug auf Marineangelegenheiten übermäßig kritisch und oberflächlich sein kann, während andere es als dicht und schwierig zu lesen empfinden, wenn man kein Hintergrundwissen über den Krieg hat. Darüber hinaus ist die Konzentration auf militärische Details für diejenigen, die sich für umfassendere historische Erzählungen oder politische Zusammenhänge interessieren, möglicherweise nicht attraktiv.
(basierend auf 27 Leserbewertungen)
Amateurs, to Arms!: A Military History of the War of 1812
Ein fesselnder Bericht über einen unpopulären und schlecht geführten Krieg - eineinhalb Jahrhunderte vor Vietnam -, der auch den uninformierten Leser schockieren wird“ (Militärgeschichte).
Der in Unkenntnis der militärischen Realität begonnene Krieg von 1812 wurde mit rohen Truppen, inkompetenten Offizieren und einer entsetzlich unzureichenden Logistik auf Biegen und Brechen geführt. Die Chancen, die sich den amerikanischen Streitkräften entgegenstellten - völlig unrealistische Vorbereitungen und Erwartungen, die militärische Macht der Briten, ein unfähiger Kongress und eine unfähige Verwaltung, der Verrat vieler Bürger, die den Feind fütterten und lobten - waren überwältigend. Entlang dreier Grenzen wurde amerikanischer Boden eingenommen, die Hauptstadt besetzt und niedergebrannt, und die Abspaltung der Neuenglandstaaten drohte endgültig zu scheitern.
Amateure, zu den Waffen! untersucht nacheinander die Feldzüge des „Mr. Madison's War“: die Invasion der USA in Kanada, die entscheidenden Seeschlachten auf dem Erie- und dem Champlain-See, die britische Invasion über die Chesapeake-Bucht und ihre Zurückschlagung bei Baltimore sowie den Feldzug, der zum amerikanischen Sieg bei New Orleans führte, der nach dem Ende des Krieges errungen wurde. Elting beschreibt die Planung und die Vorbereitungen (bzw. deren Fehlen) für die Feldzüge, erzählt, wie sie ausgetragen wurden, und analysiert die Leistungen beider Seiten auf dem Schlachtfeld. Speziell angefertigte Karten und zahlreiche Illustrationen ergänzen Eltings lebendige, eindringliche Schilderung, wie die junge Republik ihren „Zweiten Unabhängigkeitskrieg“ führte und beinahe verlor.