Bewertung:

Das Buch „America 101“ von Arthur Grace ist eine Sammlung außergewöhnlicher Fotografien, die ein komplexes und liebevolles Bild von Amerika zeichnen. Es verbindet journalistische Erzählungen mit persönlichen und künstlerischen Ausdrucksformen und lädt den Betrachter zu einer tieferen Auseinandersetzung ein.
Vorteile:Außergewöhnliche Fotografien, komplexe und liebevolle Darstellung Amerikas, journalistische und künstlerische Qualität, zum Nachdenken anregender Inhalt, Anregung zur tieferen Auseinandersetzung, ein Muss für Fotosammler.
Nachteile:Die Bedeutung der Bilder erschließt sich nicht sofort, man muss sich anstrengen, um sie vollständig zu erfassen, und einige Gelegenheitsbetrachter finden sie vielleicht weniger ansprechend.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
America 101
Der preisgekrönte Fotojournalist und Sozialdokumentarist Arthur Grace (geb.
1947) ist seit den frühen 1970er Jahren im Auftrag großer Nachrichtenorganisationen und für seine eigenen Projekte weltweit und in jede Region Amerikas gereist. In America 101 zieht Grace 101 Bilder aus seinem reichhaltigen persönlichen Archiv heran, um einen visuellen Crashkurs darüber zusammenzustellen, was uns als Amerikaner ausmacht und repräsentiert.
In thematischen Kapiteln gegliedert, lotet Grace in seinem Buch die kulturelle DNA Amerikas aus und verbindet dabei den Stil und die physische Nähe eines Fotojournalisten mit der konzeptionellen Distanz und gesunden Skepsis eines Künstlers. Wie der Kurator für Fotografie des High Museum of Art, Brett Abbott, in seinem einleitenden Essay feststellt: „In Graces Amerika trifft das Gewöhnliche auf das Absurde, Verehrung und Respektlosigkeit vermischen sich auf unerwartete und herrlich humorvolle Weise, eine unbeschwerte Lebensfreude besänftigt eine gewalttätige Ader, und die Heiligkeit des Individuums konkurriert mit unserem ständigen Drang nach kollektiver Orientierung“.