Bewertung:

Das Buch bietet eine nachdenklich stimmende Analyse der Beziehungen zwischen den USA und China sowie des historischen Kontextes der amerikanischen Außenpolitik. Es wurde jedoch kritisiert, weil es sich stark auf Meinungen statt auf Fakten stützt und bestimmte historische Ereignisse, insbesondere in Bezug auf Russland und die Sowjetunion, falsch darstellt.
Vorteile:⬤ Beleuchtet die Komplexität der Beziehungen zwischen den USA und China
⬤ bietet interessante Perspektiven auf Geschichte und Außenpolitik
⬤ gilt als Pflichtlektüre für alle, die sich für Außenpolitik interessieren.
⬤ Schwächen bei der sachlichen Genauigkeit
⬤ starke Meinungen, die einige Rezensenten als ahnungslos empfinden
⬤ Fehlinterpretationen der sowjetischen Geschichte und der Art der russischen Regierung.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
America in Retreat: The Decline of Us Leadership from Ww2 to Covid-19
Die Geschichte, wie Amerika der Welt den Rücken kehrte...
In den berauschenden Tagen nach 1945 war die Autorität der Vereinigten Staaten konkurrenzlos, und mit der Gründung der UNO schien eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit angebrochen zu sein. Doch fünfundsiebzig Jahre später ist ihr Einfluss bereits geschwunden. Die Welt ist nun in eine post-amerikanische Ära eingetreten, argumentiert Michael Pembroke, die durch ein blühendes Asien und den Aufstieg Chinas ebenso geprägt ist wie durch den Niedergang der Vereinigten Staaten.
Dieses Buch ist eine kurze Geschichte dieses Niedergangs; wie hohe Standards und geschätzte Prinzipien ignoriert wurden; wie Idealismus durch Hybris und moralische Kompromisse ersetzt wurde; und wie das Festhalten an der Rechtsstaatlichkeit selektiv wurde. Es ist auch ein Blick in die Zukunft - eine Zukunft, die vom asiatischen Großraum und insbesondere von China dominiert wird. Wir befinden uns mitten in der dritten großen Machtverschiebung der modernen Geschichte - von Europa über Amerika nach Asien.
Anhand der Kriege in Korea, Vietnam, Irak und Afghanistan, der Interventionen im Iran, in Guatemala und Chile sowie des Rückzugs aus dem internationalen Engagement in der UNO, der WHO und zunehmend auch in Handelsabkommen skizziert Pembroke die Geschichte von Amerikas Rückzug aus universellen Prinzipien und liefert eine klare Analyse der Gefahren des amerikanischen Exzeptionalismus.