Bewertung:

In den Rezensionen werden die Stärken und Schwächen eines Buches aus der Reihe „Presidential Election“ der University of Kansas hervorgehoben, wobei der Schwerpunkt auf der historischen Analyse der Wahl von 1896 liegt. Der Text wird als fesselnd und gut recherchiert gelobt, obwohl einige Leser einen Mangel an Tiefe bei bestimmten Themen und Wiederholungen im Text bemerkten.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und fesselnd geschrieben
⬤ leicht zu lesen
⬤ starker historischer Kontext
⬤ empfohlen für alle, die sich für Präsidentschaftswahlen und historische Persönlichkeiten interessieren
⬤ gibt wertvolle Einblicke in die Entwicklung des Wahlkampfs.
⬤ Einige Wiederholungen im Text
⬤ mangelnde Tiefe bei bestimmten Wahlkampfthemen
⬤ kein rein wissenschaftlicher Bericht
⬤ einige Leser wünschen sich gründlichere Erklärungen der Schlussfolgerungen.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Realigning America: McKinley, Bryan, and the Remarkable Election of 1896
Die Präsidentschaftswahlen von 1896 gelten weithin als eine der wenigen Wahlen, die zu einer grundlegenden Neuausrichtung der amerikanischen Politik führten. Neue Wahlmuster lösten alte ab, eine neue Mehrheitspartei kam an die Macht, und die nationale Politik veränderte sich, um den neuen Realitäten Rechnung zu tragen. R. Hal Williams legt nun die erste Studie über diesen Wahlkampf seit fast fünfzig Jahren vor und bietet neue Interpretationen zum Sieg des Republikaners William McKinley über den Demokraten William Jennings Bryan.
Indem er den Triumph des Goldes über das Silber in dieser sagenumwobenen "Schlacht der Standards" nachzeichnet, erzählt R. Hal Williams auch, wie die Republikaner - die Partei der Zentralregierung, der nationalen Autorität, des gesunden Geldes und des Aktivismus - einen erstaunlichen Sieg über die Demokraten - die Partei der Staatsrechte, der Dezentralisierung, der Inflation und der begrenzten Regierung - errungen haben. Währenddessen erlitt die Volkspartei, eine der bekanntesten dritten Parteien in der Geschichte des Landes, die auch Bryan nominiert hatte, eine Niederlage, von der sie sich nie mehr erholen sollte.
Williams taucht die Leser in einen Wettbewerb ein, der neue Maßstäbe in Sachen Finanzierung, Organisation und Rechenschaftspflicht setzte, und er analysiert den Übergang vom lange Zeit vorherrschenden "militärischen Stil" des Wahlkampfs zum "erzieherischen Stil", der eine aufgeklärtere Wählerschaft ansprach. Er stellt auch die Hauptakteure in einem neuen Licht dar: Er sieht Bryan nicht nur als begnadeten Redner, der mit seiner "Cross of Gold"-Rede den Parteitag der Demokraten im Sturm eroberte, sondern auch als berechnenden Politiker, der die Nominierung fest im Blick hatte; Er stellt McKinleys Wahlkampfleiter Mark Hanna nicht als die eindimensionale Geldbeschaffungsmaschine dar, als die er von der Geschichte dargestellt wird, sondern als einen gewieften, einfühlsamen Politiker, der verstand, was nötig war, um seinen Mann zur Wahl zu bringen; und er präsentiert den scheidenden Präsidenten Cleveland als einen zunehmend unnahbaren, irrelevanten Regierungschef, den die Demokraten in einer Weise ablehnten, wie keine andere Partei je einen amtierenden Präsidenten hatte.
Da die Republikaner auf dem Vormarsch waren und die Demokraten in den Süden und in die Städte verbannt wurden, war die Wahl von 1896 mehr als nur ein Sieg einer Partei über eine andere, sie markierte das Aufkommen neuer politischer Methoden, die diesen Wahlkampf für die Leser des 21.