Bewertung:

Christian Samitos Buch „Becoming American under Fire“ untersucht die miteinander verflochtenen Kämpfe der Afroamerikaner und irischen Amerikaner während des Bürgerkriegs und ihre Rolle bei der Neugestaltung des Konzepts der amerikanischen Staatsbürgerschaft. Die Autorin stellt detaillierte Untersuchungen zu den Prozessen der Staatsbürgerschaft während und nach dem Krieg an und beleuchtet die rechtlichen und sozialen Auswirkungen auf beide Gemeinschaften. Das Buch ist reich an historischem Kontext und Fußnoten, was es zu einem bedeutenden wissenschaftlichen Werk macht, auch wenn einige Leser es als dicht und anspruchsvoll empfinden.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und mit Fußnoten versehen
⬤ Bietet eine umfassende Untersuchung der Staatsbürgerschaft im Kontext des Bürgerkriegs
⬤ Hebt die Beiträge sowohl der afroamerikanischen als auch der irisch-amerikanischen Gemeinschaften hervor
⬤ Befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Geschichte, einschließlich der rechtlichen, militärischen und sozialen Bewegungen
⬤ Bietet Einblicke in die sich entwickelnden Definitionen der Staatsbürgerschaft.
Manche Leser wünschen sich eine stärker fokussierte Darstellung bestimmter Themen, z. B. eine einfache Geschichte der 9th Massachusetts Volunteers.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Becoming American Under Fire: Irish Americans, African Americans, and the Politics of Citizenship During the Civil War Era
In Becoming American under Fire (Amerikanisch werden unter Feuer) beschreibt Christian G. Samito, wie afroamerikanische und irisch-amerikanische Soldaten die moderne Vision der nationalen Staatsbürgerschaft beeinflussten, die sich während der Zeit des Bürgerkriegs entwickelte. Indem sie für die Union zu den Waffen griffen, bewiesen Afroamerikaner und irische Amerikaner ihre Loyalität gegenüber den Vereinigten Staaten und ihre Fähigkeit, als Staatsbürger zu handeln; sie stärkten damit ihre amerikanische Identität. Mitglieder beider Gruppen trugen auch dazu bei, die rechtliche Bedeutung und die politischen Praktiken der amerikanischen Staatsbürgerschaft neu zu definieren.
Für afroamerikanische Soldaten war der Beweis ihrer Männlichkeit im Kampf nur ein Aspekt ihres Strebens nach Anerkennung als Bürger. Wie Samito zeigt, erlangten Afroamerikaner durch die Teilnahme an Kriegsgerichten und durch Proteste gegen Ungleichbehandlung Zugang zu rechtlichen und politischen Prozessen, von denen sie zuvor ausgeschlossen gewesen waren. Die Erfahrungen der Afroamerikaner im Militär trugen dazu bei, eine politische Nachkriegsbewegung zu formen, die erfolgreich Rechte und Schutz unabhängig von der Ethnie einforderte.
Für die irischen Amerikaner war die Teilnahme am Bürgerkrieg Teil eines umfassenderen Bekenntnisses zur republikanischen Regierung und schuf eine Verbindung zwischen ihrer amerikanischen Staatsbürgerschaft und ihrem irischen Nationalismus. Die Kriegserfahrungen der irischen Amerikaner trugen dazu bei, dass ihre volle Staatsbürgerschaft durch Einbürgerung anerkannt wurde, und veranlassten die Vereinigten Staaten, Druck auf Großbritannien auszuüben, damit es seine jahrhundertealte Politik der Verweigerung der Anerkennung der Einbürgerung britischer Untertanen im Ausland aufgab.
Wie Samito deutlich macht, unterschieden sich die Erfahrungen von Afroamerikanern und irischen Amerikanern erheblich - und zeitweise standen sich beide Gruppen sogar gewaltsam gegenüber -, aber sie hatten gemeinsam, dass sie die volle Staatsbürgerschaft und Einbeziehung in das amerikanische Gemeinwesen anstrebten. Beide Gemeinschaften waren maßgeblich an dem Kampf um die Erweiterung der Definition der Staatsbürgerschaft beteiligt, die in Verfassungsänderungen und Gesetzen verankert wurde, die die Nation veränderten.