
American Autobiography after 9/11
Nach den Terroranschlägen von 2001 in den Vereinigten Staaten haben amerikanische Memoirenschreiber in ihren Büchern mit einer Vielzahl von Ängsten gerungen. Sie bewältigen Finanzkrisen, begegnen dem Anderssein oder setzen sich mit Identitätsnormen auseinander.
Megan Brown behauptet, dass Bestseller wie Cheryl Strayeds Wild, Elizabeth Gilberts Eat, Pray, Love und Tucker Max' I Hope They Serve Beer in Hell die Leser lehren, wie man sich in einer verwirrenden, sich verändernden Welt zurechtfindet. Dieses lebendige und theoretisch fundierte Buch analysiert die Memoiren des einundzwanzigsten Jahrhunderts von Three Cups of Tea bis Fun Home und legt den Schwerpunkt auf die Art und Weise, wie sie Ideologien verstärken und verbreiten und zu Leitfäden oder Lebensmodellen werden.
Brown weitet ihre Untersuchung über Bücher hinaus auf die autobiografischen Erzählungen im Reality-TV und in politischen Reden aus. Sie liefert eine überzeugende Erklärung für den Boom der Memoiren: das Genre als Antwort auf eine Ära der Unsicherheit und des Kampfes.