Bewertung:

Das Buch ist ein detaillierter Bericht über die letzten Lebensjahre von Joseph Smith und bietet neue Einblicke in seinen Charakter und in die frühe mormonische Kirche. Die Leser finden die Erzählung fesselnd, obwohl einige Bedenken hinsichtlich der Quellenlage und möglicher Voreingenommenheit äußern. Obwohl die Meinungen über den Ansatz des Autors auseinandergehen, schätzen viele die Ausgewogenheit und Tiefe der Recherche.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und liefert neue Informationen über Joseph Smith und die frühe LDS-Kirche. Vielen Lesern gefiel die lebendige Erzählweise, mit der die Ereignisse zum Leben erweckt wurden, und sie fanden, dass es eine faszinierende, ausgewogene Darstellung von Smiths Leben ist. Es wird auch für seine Zugänglichkeit und Lesbarkeit gelobt, die sowohl gut informierte Leser als auch Neueinsteiger in die Geschichte der Mormonen anspricht.
Nachteile:Kritiker weisen auf schlampigen Journalismus, fragwürdige Quellenangaben und eine mögliche Voreingenommenheit gegenüber Joseph Smith hin. Einige Leser waren der Meinung, dass das Buch kein neues Material präsentiert und sich stark auf frühere Werke stützt. Es gibt Bedenken hinsichtlich der Tiefe des Verständnisses des Autors für die LDS-Lehre und der ethischen Verantwortung seiner Interpretationen. Außerdem fanden einige, dass es der Erzählung an chronologischer Klarheit mangelt.
(basierend auf 124 Leserbewertungen)
American Crucifixion: The Murder of Joseph Smith and the Fate of the Mormon Church
Am 27. Juni 1844 stürmte ein Mob das Gefängnis in der staubigen Grenzstadt Carthage, Illinois.
Lautstark und wütend machten sie Jagd auf einen Mann, den sie als ernste Bedrohung für ihr ansonsten ruhiges Leben ansahen: den Gründungspropheten des Mormonentums, Joseph Smith. Sie wollten Blut sehen. Mit seinen neununddreißig Jahren hatte Smith bereits ein ungewöhnliches Leben geführt.
Er hatte nicht nur seine eigene Religion gegründet und seine eigene goldene Bibel - das Buch Mormon - geschaffen, sondern auch als Wünschelrutengänger und Schatzsucher gearbeitet. Er hatte sein Volk nach Ohio, dann nach Missouri und schließlich nach Illinois geführt, wo er eine Stadt gründete, die größer war als das junge Chicago. Er kandidierte für das Amt des Präsidenten.
Und insgeheim hatte er mehr als dreißig Frauen geheiratet. In American Crucifixion erzählt Alex Beam, wie Smith vom charismatischen Führer zum Staatsfeind wurde: Wie seine erdbebenartigste Offenbarung - die Lehre von der Polygamie - eine Spaltung seines Volkes verursachte, wie diese Spaltung in Gewalt umschlug und wie Smith schließlich den Folgen seines Ehrgeizes und seines Stolzes nicht entkommen konnte. Der Mormonismus ist die größte und beständigste einheimische Religion Amerikas, und das Martyrium von Joseph Smith ist eines der umwälzenden Ereignisse.
Smiths brutale Ermordung trieb die Mormonen dazu an, den amerikanischen Westen zu besiedeln und ihren Platz im Mainstream der amerikanischen Geschichte zu behaupten. American Crucifixion ist eine fesselnde Geschichte von Skandal und Gewalt, die tief in unserer nationalen Identität verwurzelt ist.