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American Musicians II: Seventy-One Portraits in Jazz
Dies ist das lang erwartete "große Buch" von Whitney Balliett. Es enthält alle Jazzporträts, die er in den letzten vierundzwanzig Jahren für den New Yorker geschrieben hat. Dazu gehören seine berühmten frühen Porträts von Pee Wee Russell, Red Allen, Earl Hines und Mary Lou Williams, die entstanden, als diese Giganten in voller Blüte standen.
Seine jüngsten Rekonstruktionen des Lebens von Legenden wie Art Tatum, Coleman Hawkins, Jack Teagarden, Zoot Sims und Dave Tough.
Seine schnellen, aber unauslöschlichen Einblicke in das tägliche (oder nächtliche) Leben von Duke Ellington und Charles Mingus.
Und seine lebhaften Bilder von solchen Meistern der Szene wie Red Norvo, Ornette Coleman, Buddy Rich, Elvin Jones, Art Farmer, Michael Moore und Tommy Flanagan. Auch weniger bekannte, aber unschätzbare Musiker wie Art Hodes, Jabbo Smith, Joe Wilder, Warne Marsh, Gene Bertoncini, Joe Bushkin und Marie Marcus werden vorgestellt.
All diese Profile geben dem Leser das Gefühl, wie ein Beobachter bemerkte, dass er "bei Balliett und seinem Thema sitzt und zuhört". Das Buch kann als eine Art Geschichte des Jazz sowie als biografische Enzyklopädie vieler seiner wichtigsten Interpreten betrachtet werden. Es kann auch als ein Musterbeispiel amerikanischer Prosa angesehen werden. Robert Dawidoff sagte über Whitney Ballietts jüngstes Buch, Jelly Roll, Jabbo and Fats, dass "nur wenige Menschen so gut über irgendetwas schreiben wie Balliett über Jazz". Und der verstorbene Philip Larkin schrieb 1982 von der "Transzendenz von Ballietts Prosa".