Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
American Slavery, American Imperialism
Die Sklaverei wirft einen langen Schatten auf die amerikanische Geschichte. Trotz der katastrophalen Veränderungen durch den Bürgerkrieg und die Emanzipation haben die Vereinigten Staaten die Vorstellungen der Sklaverei aus der Vorkriegszeit in ihre imperiale Expansion um die Jahrhundertwende übernommen.
Afroamerikanische, chinesische und andere eingewanderte Arbeitskräfte wurden im Namen der wirtschaftlichen Entwicklung im Inland ausgebeutet, und die einheimische Bevölkerung in Übersee wurde zu kolonialen Untertanen Amerikas gemacht. Wie gingen die USA mit dem Paradox um, sich als Weltmacht zu präsentieren, die die Sklaverei verabscheute, während sie es gleichzeitig versäumten, im eigenen Land gegen Zwangsarbeit vorzugehen? Catherine Armstrong argumentiert, dass dies mit rhetorischen Manövern rund um die Definition der Sklaverei geschah.
Die Studie stützt sich in erster Linie auf Darstellungen der Sklaverei in der amerikanischen Druckkultur und zeigt auf, wie sich die Definitionen und Darstellungen der Sklaverei sowohl veränderten als auch gleich blieben, als die Nation zu einem wichtigen Akteur auf der Weltbühne wurde. Dabei stellt Armstrong die Vorstellung in Frage, dass die Sklaverei lediglich ein historisches Problem ist, und zeigt ihre Relevanz in der heutigen Welt auf.