Bewertung:

Das Buch zeigt eine ernste Seite der Familiengeschichte des Autors, insbesondere im Zusammenhang mit den geopolitischen Unruhen in der Suez-Region und dem Sechstagekrieg von 1967. Die historischen Ereignisse werden durch die Brille der Familie des Autors betrachtet, wobei der Schwerpunkt auf ihren Erfahrungen in gefährlichen diplomatischen Situationen liegt.
Vorteile:Der Text ist fesselnd und bietet eine einzigartige Perspektive auf historische Ereignisse. Es würdigt die Erfahrungen des Vaters der Autorin und berichtet aus erster Hand über eine erschütternde Flucht. Das Buch eignet sich gut für Leser, die einen Bezug zum Diplomatenleben haben oder sich für die Geschichte der Suezregion und des Sechstagekriegs interessieren.
Nachteile:Manche Leser könnten den Übergang von der unbeschwerten Vergangenheit des Autors zu einer ernsten Familiengeschichte als störend empfinden. Es könnte auch nur diejenigen ansprechen, die ein besonderes Interesse an dem historischen Kontext der beschriebenen Ereignisse haben.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
American Exodus from Nasser's Nile: The Untold Saga of the American Embassy Evacuation from Egypt During the 1967 Six-Day War
Normalerweise führen amerikanische Diplomatenfamilien, die in anderen Ländern stationiert sind, ein gutes Leben. Aber nicht in Ägypten im Jahr 1967. Nicht, als der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser sich Israel, die Vereinigten Staaten und Großbritannien zu Feinden machte, um sich politisch zu bereichern. Dann, am 5. Juni 1967, startete Israel einen überraschenden Militärschlag gegen Ägypten und seine arabischen Verbündeten.
Dies ist die wahre Geschichte eines amerikanischen Diplomaten und seiner Familie, die während des berühmten "Sechstagekriegs" Teil einer großen Evakuierungsaktion in einem feindlichen Land wurden. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wollte die US-Regierung nicht direkt intervenieren und eine Konfrontation mit der Sowjetunion riskieren. Daher waren die Diplomaten gezwungen, sich bei ihrer Flucht auf die ägyptische Polizei und Sympathisanten zu verlassen. Sie mussten in der Dunkelheit der Nacht mit Zügen und Bussen reisen. Ein Amerikaner kam dabei ums Leben.
Die Einzelheiten dieses Exodus werden hier zum ersten Mal ans Licht gebracht. William Childs, Senior, Offizier im US-Auslandsdienst, nahm sich die Zeit, seinen persönlichen Bericht über die Geschehnisse zu schreiben. Dann hat er ihn eingemottet. Sein Sohn beschloss, diese Geschichte fünfzig Jahre später wieder aufleben zu lassen, um den Mut seines Vaters und anderer US-Diplomaten zu würdigen und um ein wichtiges Stück Geschichte mit einer breiteren Öffentlichkeit zu teilen.