Bewertung:

Das Buch bietet eine tiefgründige und beunruhigende Erforschung des Holocausts, wobei insbesondere die Rolle der Alliierten und die frühen Ziele des Naziregimes untersucht werden. Es wird als gut recherchiert beschrieben und bietet neue Einblicke durch kürzlich freigegebene Dokumente, obwohl einige Leser es als repetitiv empfanden.
Vorteile:Es ist gut recherchiert, bietet neue Perspektiven, ist fesselnd geschrieben, öffnet das Bewusstsein der Leser für historische Zusammenhänge und bietet eine sachliche Darstellung der Nazi-Gräueltaten. Geeignet für Geschichtsinteressierte.
Nachteile:Einige Behauptungen über die Untätigkeit der Alliierten könnten umstritten sein; stützt sich auf Dokumente, die zum Zeitpunkt der Abfassung des Buches noch nicht vollständig freigegeben waren; einige Leser waren der Meinung, dass die Verfolgung anderer Gruppen nicht ausreichend behandelt wurde.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Official Secrets: What the Nazis Planned, What the British and Americans Knew
Ein wichtiges neues Werk, das auf neu freigegebenen Archiven basiert. Als sich 1945 die Niederlage des Dritten Reiches abzeichnete, versuchten die Verantwortlichen, die physischen und dokumentarischen Beweise für die ungeheuerlichen Verbrechen der Nazis, für die Ermordung von Millionen von Menschen, zu vernichten.
Großbritannien verfügte jedoch bereits über einen Teil der Beweise, denn seine Geheimdienste hatten jahrelang den deutschen Polizeifunk und auch den der SS abgehört, entschlüsselt und analysiert. Doch diese wichtigen Papiere wurden als "streng geheim" versiegelt und durften "niemals aus diesem Büro entfernt werden" - und sie sind erst jetzt wieder aufgetaucht.
Unter Einbeziehung dieser neuen Beweise und anderer Quellen untersucht Richard Breitman, wie - und wann - die deutsche Führung den Holocaust herbeiführte, und bewertet die Unterdrückung von Informationen über die Morde der Nazis durch Großbritannien und Amerika neu. Sein fesselnder Bericht über die Spannungen zwischen den beiden Mächten und die Folgen der langen Geheimhaltung dieser Informationen zeigt uns die Gefahr einer fortgesetzten Geheimhaltung durch die Regierungen, die niemandem von uns nützt, und das Versäumnis, viele bekannte Kriegsverbrecher zu bestrafen.