Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden und leicht verständlichen Überblick über die Inkas und die koloniale Gesellschaft in den Anden, wobei der Schwerpunkt auf den Erfahrungen und dem Handeln der Andenvölker während und nach der spanischen Eroberung liegt. Es wird für seinen informativen Inhalt und seinen fesselnden Schreibstil gelobt, auch wenn einige Leser es etwas repetitiv und trocken finden.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und fesselnd
⬤ informativ und leicht zu lesen
⬤ liefert interessante Details über die Zivilisation der Inkas und die Perspektive der Anden während der Kolonialzeit
⬤ nützlich für Studenten und Geschichtsinteressierte.
Wiederholt sich teilweise; könnte für Leser, die nicht an Anthropologie interessiert sind, zu trocken sein.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Andean Worlds: Indigenous History, Culture, and Consciousness under Spanish Rule, 1532-1825
Diese breit angelegte, synthetische Studie untersucht, wie die spanische Invasion des Inkareichs (Tawintinsuyu genannt) im Jahr 1532 dramatische und unumkehrbare Veränderungen der traditionellen andinen Produktionsweisen, der Technologie, der Politik, der Religion, der Kultur und der sozialen Hierarchien mit sich brachte. Gleichzeitig erklärt Professor Andrien, wie die indigenen Völker diese Veränderungen mit ihren eigenen politischen, sozioökonomischen und religiösen Traditionen verbanden. Auf diese Weise wurden europäische und indigene Lebensweisen miteinander verflochten, wodurch eine neue und sich ständig weiterentwickelnde hybride koloniale Ordnung in den Anden entstand.
Nach einer Studie über Tawintinsuyu am Vorabend der spanischen Invasion stellt Andrien die wichtigsten Themen der andinen Kolonialgeschichte vor: die Entstehung des Kolonialstaats.
Die koloniale sozioökonomische Ordnung.
Indigene Kultur und Gesellschaft.
Die spanischen Versuche, die römisch-katholische Orthodoxie durchzusetzen.
Und der andine Widerstand, die Rebellion und das politische Bewusstsein. Auf der Grundlage seiner eigenen Forschungen und der Beiträge von Wissenschaftlern vieler Disziplinen bietet Kenneth J. Andrien eine meisterhafte Interpretation der andinen Kolonialgeschichte, einem der dynamischsten und kreativsten Gebiete der Lateinamerikastudien.
"Dies ist ein klar geschriebener, umfassender und ausgewogener Bericht... besonders in den Diskussionen über die oft umstrittene und zentrale Frage des Verhältnisses zwischen Spaniern und amerikanischen Ureinwohnern" - Peter J. Bakewell, Edmund und Louise Kahn Professor für Geschichte, Southern Methodist University.