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Hints and Guesses: William Gaddis's Fiction of Longing
States of Desire Revisited blickt aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert auf einen entscheidenden Moment in den späten 1970er Jahren zurück: Die Schwulenbefreiung war eine neue und blühende Bewegung der kreativen Kultur, des politischen Aktivismus und der sexuellen Freiheit, kurz bevor AIDS in den 1980er Jahren verheerende Auswirkungen hatte. Edmund White bereiste Amerika und hielt Eindrücke von schwulen Individuen und Gemeinschaften fest, die auch heute noch scharfsinnig und fesselnd sind. Er berichtet von Politikern in Washington, die das System beherrschen, von kämpfenden Radikalen in New York und San Francisco, von Butch-Typen in Houston und selbstverachtenden, aber zuvorkommenden Gentlemen in Memphis, von den „Fifties in Deep Freeze“ in Kansas City, von progressiven Denkern mit konservativem Stil in Minneapolis und Portland, von Reichtum und Schönheit in Los Angeles und von Santa Fe, das seit den 1920er Jahren ein Rückzugsgebiet für ältere Schwule und Lesben ist.
White umrahmt diese vergangenen Reisen mit einem kurzen, aufrüttelnden Rückblick auf das schwule Amerika seit den 1970er Jahren („jetzt sollten wir alle mit einem Partner in der Vorstadt sesshaft werden und eine koreanische Tochter adoptieren“) und einer Reflexion darüber, wie die Internetkultur einzigartige schwule Orte und Szenen verschwinden ließ, aber isolierte Individuen in eine globale GLBTQ-Gemeinschaft brachte.
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