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Starting to Nod
Rezension
Mit diesem Buch wird Bryan Dietrich als einer der führenden Dichter seiner Generation anerkannt werden. In der Bibel ist das Land Nod, „östlich von Eden“, der Ort, an dem Kain ins Exil geht, und das Gefühl eines post-lapsarischen Exils in diesem Buch ist stark. Die Gedichte sind das Ergebnis einer direkten Begegnung zwischen Familienromantik und soziologischen Kräften, zwischen Mythologie und Geschichte, zwischen traditioneller und populärer Kultur, zwischen Wissenschaft und Science-Fiction. Dietrich bedient sich sowohl der hohen als auch der tiefen Lagen der amerikanischen Diktion und verwendet klassische poetische Maße als Sprungbrett für seine eigenen synkopischen Riffs, deren Ergebnis das Ohr und den Geist anregt. Man könnte ihn als eine Mischung aus James Merrill und David Foster Wallace bezeichnen, aber sein Werk ist so unverwechselbar, dass man seine Gedichte einfach als „Dietrichean“ bezeichnen kann.
-Alfred Corn, Autor von Unions
In seiner atemberaubenden neuen Sammlung Starting to Nod gerät Bryan Dietrichs gotische Sensibilität - immer üppig, großzügig, einfallsreich in ihrer Musik, kindlich in ihrer Erhabenheit und ihrem Spiel - in einen noch nie dagewesenen Konflikt und Dialog mit den Mühen von Scheidung, Demenz und körperlichem Verfall. Es sind Gedichte, die am Wendepunkt geschrieben wurden, wenn die Maske des Wunderbaren verrutscht und etwas Rohes, Klares, Unmittelbares und Verlorenes zum Vorschein kommt, ein Bild der gewöhnlichen Arbeit und der Einsamkeit im Verborgenen. Immer der Junge, der in seinen geliebten Horrorfilm flüchtet, wo der Tod fasziniert und uns dann einholt, aufweckt, menschlich macht, und der Held in der Falle sitzt, die Liebe herausgefordert wird und das Blut, das so tief geflossen ist, echt ist. In einer solchen Welt wird die Trauer ununterscheidbar von der Wiederbelebung der Phantasie. Wie der Dichter es ausdrückt: „Wir leben, damit der Tod auf der Erde wandeln kann“. Dies ist ein Werk von außergewöhnlicher Bandbreite und Ausdruckskraft. Ein phänomenales Buch.
-Bruce Bond, Autor von Für die verlorene Kathedrale
In seinem Gedicht „Talismane“ schreibt Bryan Dietrich über die falschen Versprechungen jener „ältesten Hoffnungen“, die „dafür sorgen, dass sich der Raum zwischen mir und dem kommenden Kataklysmus niemals schließen würde“. Dietrichs Gedichte sind jedoch solche Talismane, zarte Stege, die zwischen den Räumen von Nod und Eden, Eltern und Kind, Schrecken und Wonne und den Rändern des Snake River Canyon schwanken. Seine Gedichte lassen den Leser in diesen üppigen Grenzräumen schweben und tragen ihn durch die Magie der Details, der Form und des Klangs. Lesen Sie diese Gedichte wieder und wieder. Genießen Sie sie. Tragen Sie sie wie einen Talisman bei sich.
-Tania Runyan, Autorin von Second Sky
Über den Autor
Bryan D. Dietrich ist der Autor von neun Gedichtbänden und Mitherausgeber einer Anthologie von Superheldengedichten. Er hat Gedichte in The New Yorker, The Nation, Poetry, Ploughshares, The Paris Review, Prairie Schooner, Harvard Review, Yale Review und vielen anderen Zeitschriften veröffentlicht. Er war Finalist für den Yale Younger Poets Prize sowie für die Walt Whitman, Pablo Neruda und Bram Stoker Awards. Außerdem wurde er mit dem The Paris Review Prize, dem Discovery/ The Nation Award, einem Writers at Work Fellowship und dem Lord Ruthven Award ausgezeichnet und war sowohl für den Pushcart als auch für den Pulitzer Award nominiert. Bryan ist Professor für Englisch an der Newman University in Wichita, Kansas.