
Anxious Histories: Narrating the Holocaust in Jewish Communities at the Beginning of the Twenty-First Century
In den letzten siebzig Jahren haben Erinnerungen und Erzählungen über den Holocaust eine wichtige Rolle beim Aufbau jüdischer Gemeinschaften gespielt.
Die Autorin untersucht einen Bereich, in dem diese Erzählungen verbreitet werden: Holocaust-Pädagogik in jüdischen Schulen in Melbourne und New York. Indem sie ein breites Spektrum kritischer Ansätze wie Erinnerungsforschung, Geschlechterforschung, Diasporatheorie und Siedlerkolonialismus zusammenbringt, verkompliziert Anxious Histories die Geschichten, die in diesen jüdischen Schulen und ihren Gemeinschaften im weiteren Sinne über den Holocaust erzählt werden.
Es wird gezeigt, dass sich durch diese historischen Erzählungen ein ängstlicher Faden zieht, da die Pädagogik Gefühle der gleichzeitigen Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit im Westen und im Zionismus verhandelt. Durch das Aufspüren dieser Angst werden die Möglichkeiten und Grenzen des Erzählens von Geschichten über den Holocaust erneut für Analyse, Kritik, Diskussion und Entwicklung geöffnet.