Bewertung:

Das Buch bietet eine feministische Perspektive auf die Geschichten der biblischen Matriarchinnen, insbesondere Sarah und Hagar, und erforscht Themen der weiblichen Identität und matriarchalische Traditionen in der Bibel. Es erörtert den historischen Kontext von Hagar, ihre Rolle und Bedeutung, und berührt Themen im Zusammenhang mit von Frauen geführten Ritualen.
Vorteile:Bietet eine interessante feministische Analyse der biblischen Geschichten, wobei der Schwerpunkt auf den Matriarchen liegt. Erforscht die Identität und Rolle von Sarah und Hagar über ihre Verbindung zu Abraham hinaus. Beschäftigt sich mit historischen und kulturellen Kontexten und fördert so ein tieferes Verständnis für von Frauen geführte religiöse Traditionen.
Nachteile:Ein Nutzer beschrieb das Buch als „geistige Verschmutzung“ und wies darauf hin, dass es möglicherweise nicht bei allen Lesern Anklang findet oder kontroverse Ideen enthält.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Ancient Sisterhood: The Lost Traditions of Hagar and Sarah
In diesem faszinierenden Stück wissenschaftlicher Detektivarbeit räumt die Bibelwissenschaftlerin Savina J. Teubal Jahrtausende patriarchalischer Verzerrungen aus dem Weg, um die verlorene Tradition der biblischen Matriarchinnen aufzudecken. In Ancient Sisterhood: The Lost Traditions of Hagar and Sarah (ursprünglich unter dem Titel Hagar the Egyptian veröffentlicht) zeigt sie, dass Hagar, die Mutter von Ismael, in Wirklichkeit die Hofdame der Priesterin Sarah war und an einem alten nahöstlichen Brauch der Leihmutterschaft teilnahm.
Ancient Sisterhood führt Beweise dafür an, dass hebräische Frauen tatsächlich die Privilegien und die Heiligkeit ihrer eigenen religiösen Praktiken genossen. Diese Praktiken wurden jedoch durch die Errichtung patriarchalischer Monarchien, die auf militaristischer Eroberung und Macht basierten, allmählich ausgehöhlt und verdrängt. Teubal untersucht die Figuren Hagar und Sarah aus einer feministischen Perspektive, die gründliche Wissenschaft mit einem fundierten und detaillierten Verständnis der kulturellen und religiösen Einflüsse verbindet, aus denen die rätselhafte biblische Figur der Hagar hervorgegangen ist. Sie betrachtet Hagars wichtige Rolle in der Entstehung der hebräischen Kultur, ihre Rolle als Mutter der islamischen Nationen und ihre Macht als Matriarchin im Gegensatz zu ihrem offensichtlichen Status als Konkubine.
Teubal geht von zwei verschiedenen Quellen für die Hagar-Episoden aus: Hagar als Begleiterin von Sarah und eine unbekannte Frau, die sie als Wüstenmatriarchin bezeichnet. Sie untersucht, ob Hagar eine Sklavin Abrahams oder Saras war, die Unterschiede zwischen Hagar und der Wüstenmatriarchin und die Unklarheit dieser wichtigen Elemente in den biblischen Texten. Teubal wirft ein beachtliches Licht auf zwei zentrale Figuren dieser Weltreligionen und "die Abgrenzung der Frau von ihrer eigenen weiblichen religiösen Erfahrung".