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Neuinterpretation der Ikonographie und der Erotisierung von Schwarzsein in Brasilien
Der brasilianische Künstler Antonio Ob (geb. 1983) arbeitet in den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation und Performance, um die Konstruktion Schwarzer Körper in historischen und politischen Erzählungen zu untersuchen. Er interessiert sich besonders dafür, wie diese Konstruktion in seinem eigenen Land aussieht und experimentiert häufig mit brasilianischer Ikonografie. In seinen Landschaften und Porträts unterstreicht Ob entweder die Abwesenheit Schwarzer Figuren in lokalen Traditionen oder fügt Schwarze Figuren in bestehende kulturelle Erzählungen ein.
Diese Ausstellung, die zwei Jahrzehnte des Schaffens des Künstlers umfasst, ist die bisher umfangreichste Präsentation seines Werks. Die Kuratorinnen Diane Lima und Diana Campbell untersuchen Fragen, die Ob in seinem multimedialen Werk aufwirft, darunter Anspielungen auf rassische und politische Identität, religiöse Themen und die Erotisierung des schwarzen männlichen Körpers.