Aquin über das zweifache menschliche Gut

Aquin über das zweifache menschliche Gut (Bradley Denis J. M.)

Originaltitel:

Aquinas on the Twofold Human Good

Inhalt des Buches:

Viele Jahre lang haben Philosophen die ethischen Schriften von Aquin so gelesen, als ob seine Morallehre völlig losgelöst von den Verpflichtungen des christlichen Glaubens einen Sinn ergeben müsste. Da sich Aquin stark auf rationale Argumente und insbesondere auf Aristoteles stützte, haben Wissenschaftler häufig versucht, seine Texte in einem rein philosophischen Kontext zu lesen. Denis J. M. Bradley zufolge ist dieser Ansatz fehlgeleitet und kann zu einer radikalen Fehlinterpretation der Moralwissenschaft des Aquin führen. Bradley versucht zu beweisen, dass Aquin vor allem ein Theologe war und dass eine systematische thomistische Ethik theologisch und nicht philosophisch bleiben muss.

Vor dem Hintergrund von Aristoteles' Nikomachischer Ethik differenziert der Autor detailliert zwischen Aristoteles' und Aquins Ansichten über moralische Prinzipien und das Ende des Menschen. Er weist darauf hin, dass Aquin selbst eine starke Kritik am Verbleib in den Grenzen des aristotelischen philosophischen Naturalismus in der Ethik geübt hat. Die Offenheit der menschlichen Natur für ihr de facto übernatürliches Ende, das im Mittelpunkt der thomistischen Moralwissenschaft steht, verbietet jeden Versuch, eine systematische, quasi aristotelische Ethik aus den extrahierten Elementen der Moralwissenschaft des Aquin zu rekonstruieren. Aquins Kritik an Aristoteles führt zu einer paradoxen philosophischen Konzeption der menschlichen Natur: Ohne ihr letztes übernatürliches Ziel, die unentgeltliche Vision des göttlichen Wesens, zu erreichen, ist die menschliche Natur in der Geschichte und sogar in der Ewigkeit natürlich endlos.

Abschließend weist Bradley darauf hin, dass es der christliche Philosoph ist, der sich am besten mit einer Postmoderne auseinandersetzen kann, die jede letzte rationale Grundlage für menschliches Denken und Moral ablehnt, indem er die theologische Bedeutung der paradoxen natürlichen Unendlichkeit des Menschen ausdrücklich anerkennt.

ÜBER DEN AUTOR:

Denis J. M. Bradley ist Mitglied der philosophischen Fakultät der Georgetown University und ehemaliger Fellow der American Academy in Rom.

LOB FÜR DAS BUCH:

"Bradleys Beitrag zum Studium von Aquin ist wichtig. Vom Standpunkt eines Historikers aus betrachtet, besteht seine Hauptleistung darin, den 'Dialog' zwischen Aquin und Aristoteles zu klären. Damit erfüllt er ein langjähriges Desiderat: Das Thema ist von vielen Gelehrten behandelt worden... aber Bradley ist der erste, der praktisch alle relevanten Texte im Detail untersucht hat, mit überzeugenden Ergebnissen. Er schafft einen neuen Status quaestionis, von dem alle weitere Forschung ausgehen muss."-- Prof. Wolfgang Kluxen, Universität Bonn.

"Eine hilfreiche Einführung in einige der Hauptthemen der thomistischen und aristotelischen Moral"-- Choice.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780813209524
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch

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