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Working with Children and Young People Who Have Displayed Harmful Sexual Behaviour
Etwa ein Drittel des sexuellen Missbrauchs von Kindern wird von Kindern und Jugendlichen selbst verübt.
Die Öffentlichkeit ist sich dieser Problematik zunehmend bewusst, und auch unter den Fachleuten wird anerkannt, dass es sich hierbei um ein zentrales Problem beim Schutz von Kindern handelt. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die ein schädliches Sexualverhalten an den Tag gelegt haben, wirft schwierige Dilemmata auf, wenn es darum geht, ein Gleichgewicht zwischen Risikomanagement und der Notwendigkeit zu finden, Möglichkeiten für die soziale und emotionale Entwicklung zu schaffen.
Bei den Fachkräften können starke Angstgefühle vorhanden sein, und diese Kinder und ihre Familien sind oft mit einem hohen Maß an Scham und Stigmatisierung konfrontiert. Allardyce und Yates betonen, wie wichtig es ist anzuerkennen, dass junge Menschen, die schädliches Sexualverhalten gezeigt haben, in erster Linie Kinder sind. Sie skizzieren einen individualisierten, traumaorientierten und systemischen Ansatz für die Arbeit mit diesen Kindern und ihren Familien.
Insbesondere schlagen sie einen Ansatz vor, der sich von der ausschließlichen Fokussierung auf die Psychologie des einzelnen Kindes wegbewegt hin zu einem breiteren kontextuellen Verständnis des Kindes und der Bedeutung seines Verhaltens innerhalb seiner Familie und seines Umfelds. Die Autoren geben einen Überblick über das aktuelle empirische und theoretische Wissen über Kinder und Jugendliche, die schädliches Sexualverhalten gezeigt haben, um einen praktischen Text zu verfassen, der für Studenten und Fachleute, die in der Kinderbetreuung arbeiten, geeignet ist.