Bewertung:

New Wave Anthropology wird für seine gut recherchierten und zum Nachdenken anregenden Einblicke in indigene Kulturen und die Missverständnisse säkularer Interpretationen gelobt. Die Leser schätzen die Tiefe und intellektuelle Strenge des Buches, obwohl viele anmerken, dass es schwierig zu lesen ist und möglicherweise mehrere Lesungen erfordert, um die vorgestellten Konzepte vollständig zu erfassen.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und geschrieben
⬤ liefert eine notwendige Kritik an säkularen Interpretationen indigener Kulturen
⬤ erforscht indigene Wahrnehmungen der Realität
⬤ bietet eine klare und ausgewogene Sicht der kulturellen Evolution
⬤ intellektuell fundiert und herausfordernd
⬤ stellt einen bedeutenden theoretischen Beitrag zur Archäologie dar.
⬤ Keine leichte Lektüre
⬤ kann es erforderlich machen, dass die Leser die Kapitel erneut lesen, um den Inhalt vollständig zu verstehen
⬤ einige Konzepte können komplex und nicht leicht zugänglich sein.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Archaeology of Doings: Secularism and the Study of Pueblo Religion. Severin M. Fowles
In der Religionsanthropologie gibt es ein beunruhigendes Paradoxon. Das moderne Verständnis von "Religion" ist aus einer spezifisch westlichen Genealogie hervorgegangen, und da viele Anthropologen dies erkannt haben, sind sie zutiefst misstrauisch gegenüber der Behauptung geworden, dass ein solches Verständnis treu auf vormoderne oder nicht-westliche Kontexte übertragen werden kann.
Und doch schreiben Archäologen heute mit größerer Leichtigkeit als je zuvor über "Religion" und "Ritual", obwohl ihre zutiefst vormodernen und gänzlich nicht-westlichen Studienobjekte die Verwendung dieser Begriffe besonders heikel erscheinen lassen. Severin Fowles fordert uns in dieser Studie dazu auf, darüber nachzudenken, was bei archäologischen Rekonstruktionen einer verzauberten Vergangenheit auf dem Spiel steht.
Er konzentriert sich auf die Pueblo-Gesellschaften des amerikanischen Südwestens und argumentiert provokativ, dass die Pueblos - vor der Missionierung - überhaupt keine Religion hatten, sondern eher etwas anderes, etwas, das in der Sprache der Eingeborenen als "Tun" bezeichnet wurde. Fowles skizziert dann eine neue Archäologie des Tuns, die uns weit über das vertraute Terrain der vormodernen Religion hinausführt.