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Archaeology of the Ionian Sea: Landscapes, Seascapes and the Circulation of People, Goods and Ideas from the Palaeolithic to the End of the Bronze Ag
Präsentiert eine thematische Sammlung von Beiträgen, die sich mit der steinzeitlichen und bronzezeitlichen Archäologie des Ionischen Meeres vor der südwestlichen Balkanhalbinsel befassen. Er basiert auf einer internationalen Konferenz, die im Januar 2020 in Athen, Griechenland, stattfand.
Das östliche Ionische Meer ist ein geografisch komplexes Gebiet, das seit dem Pleistozän aufgrund tektonischer Aktivitäten und Schwankungen des Meeresspiegels erhebliche Veränderungen erfahren hat. Dieses dynamische Umfeld, in dem Inseln, Festland und Meer miteinander verflochten sind und den menschlichen Gemeinschaften, die die Region zu verschiedenen Zeiten erkundeten, unterschiedliche Landschaften und Meereslandschaften boten, ist ein ideales Umfeld für ihre Untersuchung aus einer diachronen Perspektive.
Dieses Buch befasst sich thematisch mit den Prozessen der Zirkulation von Menschen, Materialien, Artefakten und Ideen, indem es Muster der Besiedlung, Bestattung und vielschichtige Verbindungen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften über Land und Meer untersucht. Es werden Aspekte der regionalen und interregionalen Kommunikation, der Isolation, des kollektiven Gedächtnisses und der Schaffung unterschiedlicher Identitäten innerhalb und zwischen verschiedenen kulturellen und sozialen Gruppen untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf den Inseln des zentralen Ionischen Meeres, wobei neue Daten aus Ausgrabungen und Untersuchungen auf Zakynthos, Kefalonia, Ithaki und den kleineren Inseln des Inneren Ionischen Archipels zwischen Lefkada und Akarnania vorgelegt werden. Der kulturelle Austausch zwischen den Inseln und den Festlandsküsten spiegelt sich in dem Band durch die Hinzufügung von Kapiteln wider, die sich mit zeitgenössischen Fundstätten in Westgriechenland und Südostitalien befassen.
Das Ionische Meer, das oft als "Randgebiet" des archäologischen Diskurses über die Ägäis, den Balkan und das zentrale Mittelmeer angesehen wird, hat in letzter Zeit neue und aufregende Daten geliefert, die unsere Wahrnehmung von Mobilität, Siedlung und Interaktion nicht nur bereichern, sondern auch verändern. Die in diesem Buch versammelten Beiträge bereichern die theoretischen Diskussionen durch einen geographisch und kulturell vergleichenden Ansatz, der von den frühesten paläolithischen Nachweisen menschlicher Präsenz in der Region bis zum Ende der Bronzezeit reicht.