
Architextual Authenticity: Constructing Literature and Literary Identity in the French Caribbean
Die Konstruktion von Identität ist in der Karibik seit den Anfängen der Kolonisierung bis heute ein lebhafter Diskussionsgegenstand, und zwar unter den verschiedenen Vorzeichen von Unabhängigkeit, Departementalisierung, Diktatur, überseeischer Kollektivität und Besatzung.
Angesichts der Zwänge und Strukturen des Kolonialismus, die dem kolonisierten Subjekt lange Zeit auferlegt wurden, hat sich die (Neu-)Herstellung von Identität als alles andere als offensichtlich erwiesen, wenn es darum geht, authentische Ausdrucksformen und Wahrnehmungen des postkolonialen Selbst zu bestimmen. Durch genaue Lektüre sowohl der Konstruktionen in der Literatur als auch der Konstruktion von Literatur wird in Architextual Authenticity: Constructing Literature and Literary Identity in the French Caribbean einen originellen, informativen Bezugsrahmen für das Verständnis des langen und sich ständig weiterentwickelnden Kampfes um soziale, kulturelle, historische und politische Autonomie in der Region.
Das Buch nimmt verschiedene kanonische und weniger bekannte Texte aus Guadeloupe, Martinique und Haiti in den Blick, die zwischen 1958 und 2013 veröffentlicht wurden, untersucht dieses Buch die Trope des Hauses (Architektur) und die metatextuelle Konstruktion von Texten (Architextur) als Mittel, um zu konzeptualisieren und zu artikulieren, wie authentische Ausdrucksmittel in der französisch-karibischen Literatur während des größten Teils des letzten halben Jahrhunderts geschaffen wurden und werden - sei es im Kontext der Jahre vor oder nach der Departementalisierung der französischen Überseekolonien in den 1940er Jahren, dem Zorn des Hurrikans Hugo im Jahr 1989 oder dem verheerenden Erdbeben in Haiti im Jahr 2010.