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Argentine, Mexican, and Guatemalan Photography: Feminist, Queer, and Post-Masculinist Perspectives
Eine der wichtigsten kulturellen Reaktionen auf politische und soziohistorische Ereignisse in Lateinamerika ist das Wiederaufleben der Stadtfotografie, die in der Regel hohe Kunst und soziale Dokumentation miteinander verbindet. Doch im Gegensatz zu anderen Formen der kulturellen Produktion in Lateinamerika wurde die Fotografie bisher relativ wenig kritisch analysiert.
Dieses bahnbrechende Buch bietet eine der ersten eingehenden Untersuchungen der komplexen und umfangreichen Geschichte der geschlechtsspezifischen Perspektiven in der lateinamerikanischen Fotografie anhand von Werken aus Argentinien, Mexiko und Guatemala. David William Foster untersucht die Arbeit von Fotografen, die von den international anerkannten Künstlern Graciela Iturbide, Pedro Meyer und Marcos L. Pez bis hin zu bedeutenden Fotografen reichen, deren Werk dem englischsprachigen Publikum weitgehend unbekannt ist.
Er stützt seine Essays auf vier ineinander greifende Forschungsbereiche: die Erfahrung des menschlichen Lebens in städtischen Umgebungen, die feministische Matrix und die geschlechtsspezifische Kulturproduktion, die jüdische Kulturproduktion sowie die ideologischen Grundlagen kultureller Werke und die Verbindungen zwischen den Werken und den soziopolitischen und historischen Kontexten, in denen sie entstanden sind. Foster zeigt auf, wie die geschlechtsspezifische Fotografie zum Diskurs über das Projekt der Redemokratisierung in Argentinien und Guatemala beigetragen hat und wie sie die Menschenrechtsverletzungen in beiden Ländern beleuchtet hat.
Er zeichnet auch den Beitrag der Fotografie zur Abkehr von der maskulinistisch geprägten Ideologie nach der Revolution von 1910 in Mexiko nach. Diese Untersuchung zeigt überzeugend, dass die lateinamerikanische Fotografie das hohe Maß an Respekt verdient, das kanonischeren Formen der Kulturproduktion üblicherweise entgegengebracht wird.