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Arguing with Numbers: The Intersections of Rhetoric and Mathematics
Rhetorik und Mathematik als eigenständige Forschungsbereiche wurden lange Zeit als gegensätzlich betrachtet. Das heißt, wenn die Mathematik die von ihr untersuchten Phänomene mit Gewissheit erklärt oder beschreibt, ist Überzeugungsarbeit nicht nötig. Dieser Band stellt die Ansicht in Frage, dass die Mathematik frei von Rhetorik ist.
Anhand von neun Studien zu den Überschneidungen zwischen diesen beiden Disziplinen zeigt Arguing with Numbers, dass Mathematik in der Tat zutiefst rhetorisch ist. Die Aufsätze in diesem Band verwenden die Rhetorik als Objektiv, um mathematisch begründete Argumente in der öffentlichen Politik, in der politischen und wirtschaftlichen Theorie und sogar in der Literatur zu analysieren. Sie zeigen, wie die Mathematik die Werte und Überzeugungen beeinflusst, mit denen wir die Welt beurteilen und Entscheidungen treffen, und wie unsere Weltanschauungen die Art der mathematischen Instrumente beeinflussen, die wir konstruieren und akzeptieren. Darüber hinaus untersuchen die Autoren, wie Konzepte der Rhetorik - wie Analogie und Anschaulichkeit - in der mathematischen und wissenschaftlichen Argumentation eingesetzt wurden, unter anderem in den Theoremen der mathematischen Physiker und den geometrischen Diagrammen der Naturwissenschaftler. Im Gegensatz zur akademischen Orthodoxie lehnen diese Wissenschaftler eine Reduktion von „Mathematik ist gleich Wahrheit“ zugunsten einer konstruktivistischen Theorie der Mathematik als dynamisch, sich entwickelnd und überzeugend ab.
Indem Arguing with Numbers diese unterschiedlichen Forschungsrichtungen miteinander ins Gespräch bringt, bietet es Studenten, etablierten Wissenschaftlern und allen, die innerhalb oder außerhalb der Rhetorikstudien daran interessiert sind, die Überschneidungen zwischen den beiden Disziplinen zu erforschen, Anregungen.
Neben den Herausgebern haben Catherine Chaput, Crystal Broch Colombini, Nathan Crick, Michael Dreher, Jeanne Fahnestock, Andrew C. Jones, Joseph Little und Edward Schiappa zu diesem Band beigetragen.