Bewertung:

Das rezensierte Buch befasst sich mit der militärischen Situation an der Ostfront des Ersten Weltkriegs und den anschließenden Wirren des russischen Bürgerkriegs. Es bietet zwar hilfreiche Einblicke und Abbildungen von Uniformen, aber es gibt gemischte Meinungen über seine Tiefe und die Qualität der Illustrationen.
Vorteile:Es enthält ausgezeichnete Farbtafeln mit Uniformen und Fotografien aus der Zeit, dient als prägnante Einführung in die militärische Situation der damaligen Zeit und wird als hilfreicher Leitfaden für ein relativ unbekanntes Thema angesehen.
Nachteile:Das Bildmaterial wird als mittelmäßig und schlecht ausgeführt angesehen, einige Leser sind der Meinung, dem Buch fehle es an Tiefe und es biete im Vergleich zu anderen Titeln der Reihe nicht viele neue Informationen, und es gibt Beschwerden über den begrenzten Umfang der besprochenen Interventionen.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Armies in Southern Russia 1918-19
Beschreibt und illustriert eine dramatische, aber wenig bekannte Intervention der Alliierten im russischen Bürgerkrieg durch ein multinationales Expeditionskorps.
Ein wichtiger Aspekt des russischen Bürgerkriegs waren die verschiedenen alliierten Expeditionen unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zur Unterstützung der uneinigen russischen "weißen" Armeen, die sich der bolschewistischen Revolution widersetzten. Obwohl sie scheiterten, wurden diese Unternehmungen lange Zeit angefeindet und waren der Grund für das 70 Jahre andauernde sowjetische Misstrauen gegenüber den westlichen Alliierten. Britische und US-amerikanische Expeditionsstreitkräfte operierten in Nordrussland und Sibirien zur Unterstützung von General Judenich bzw. Admiral Koltschak, und ein französisches und griechisches Expeditionskorps (sowie rumänische und polnische Einheiten) operierten auf der Krim und in der südwestlichen Ukraine zur Unterstützung von General Denikin. Die Situation wurde durch die Anwesenheit starker kaiserlich-deutscher Elemente, die noch unter Waffen standen, und durch den Krieg zwischen verschiedenen Gruppierungen in der Ukraine noch komplizierter. Dieser südliche Schauplatz der alliierten Interventionen ist weit weniger bekannt als der der Briten und Amerikaner im Norden und Osten.
Mit seltenen Fotos und neuen Farbtafeln beschreibt dieses faszinierende neue Buch diese wichtige Intervention der Alliierten im russischen Bürgerkrieg. Dr. Phoebus Athanassiou schildert in einem fesselnden Bericht, wie die Franzosen und Griechen an der Seite der Weißrussen den pro-bolschewistischen Kräften zahlenmäßig weit unterlegen waren und von den ukrainischen Kräften unerbittlich zurückgedrängt wurden. Nach etwas mehr als vier Monaten, am 28. April 1919, wurden die letzten Kräfte von den alliierten Seestreitkräften aus Sewastopol auf der Krim evakuiert.