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Poverty as Ideology: Rescuing Social Justice from Global Development Agendas
Preisträger des International Studies in Poverty Prize, der vom Comparative Research Programme on Poverty (CROP) und Zed Books verliehen wird.
Die Armut ist zum zentralen Thema der weltweiten Entwicklungsbemühungen geworden, und ein riesiger Teil der Forschung und der Finanzmittel ist ihrer Linderung gewidmet. Und doch ist das Feld der Armutsforschung nach wie vor zutiefst ideologisch geprägt und wird zur Rechtfertigung von Reichtum und Macht innerhalb der herrschenden Weltordnung genutzt. Andrew Martin Fischer verdeutlicht diesen zutiefst politischen Charakter, von der Konzeption und Messung der Armut bis hin zu ihrer Anwendung in der Politik.
Armut als Ideologie zeigt, wie unsere vorherrschenden Ansätze in der Armutsforschung in Wirklichkeit dazu dienen, die vorherrschende neoliberale Ideologie zu stärken, während wir die umfassenderen Interessen der sozialen Gerechtigkeit vernachlässigen, die für die Schaffung gerechterer Gesellschaften von grundlegender Bedeutung sind. Stattdessen hat unsere Entwicklungspolitik eine "Armutsindustrie" geschaffen, die die dynamische Reproduktion von Armut innerhalb der gegenwärtigen kapitalistischen Entwicklung verschleiert und die Segregation im Namen von Wissenschaft und Wohltätigkeit fördert. Fischer argumentiert, dass eine wirksame und dauerhafte Lösung für die globale Armut eine Neuausrichtung unserer Bemühungen erfordert, weg von der derzeitigen Fixierung auf die Produktivität und hin zu einer gerechteren Verteilung von Wohlstand und Ressourcen.
Dieses provokative Werk bietet einen radikal neuen Ansatz zum Verständnis von Armut, der auf einer umfassenden und verständlichen Kritik der wichtigsten Konzepte und Forschungsmethoden beruht. Es stellt vieles von dem, was bisher bekannt war, auf den Kopf und ist ein unschätzbares Hilfsmittel für Studierende, Lehrende und Forscher in allen Bereichen der Sozialwissenschaften.