Bewertung:

Das Buch gilt als unverzichtbare Lektüre für das Verständnis der Philosophie der Kriegsführung, insbesondere in Bezug auf asymmetrische Taktiken. Während einige es für informativ und wertvoll für politische Entscheidungsträger halten, sind andere der Meinung, dass es keine praktische Anwendung für militärische oder nicht-militärische Zielgruppen bietet.
Vorteile:⬤ Vermittelt ein klares Verständnis des aktuellen operativen Umfelds
⬤ wertvoll für politische Entscheidungsträger
⬤ unverzichtbar in Verbindung mit klassischen Texten wie 'The Art of War'.
⬤ Es fehlt an praktischen Informationen für den Umgang mit Herausforderungen
⬤ für diejenigen, die nach umsetzbaren Strategien suchen, ist es möglicherweise nicht nützlich
⬤ es wird eher als „gut zu wissen“ denn als „wie man es macht“ angesehen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Asymmetrical Warfare: Today's Challenge to U.S. Military Power
In dieser prägnanten und eindringlichen Studie beleuchtet Roger Barnett die Auswirkungen operativer, organisatorischer, rechtlicher und moralischer Beschränkungen auf die Fähigkeit der USA, militärische Gewalt anzuwenden. Wie die tragischen Ereignisse des 11. September gezeigt haben, können potenzielle Gegner diese Beschränkungen ausnutzen und so eine "asymmetrische Kriegsführung" hervorbringen. Barnett definiert asymmetrische Kriegsführung nicht einfach als ein Ausspielen der eigenen Stärke gegen die Schwäche eines anderen, sondern vielmehr als das Eingehen eines kalkulierten Risikos, um die Unfähigkeit oder den Unwillen des Gegners, bestimmte Aktionen zu verhindern oder sich dagegen zu verteidigen, auszunutzen. Zum Beispiel chemische, biologische oder Selbstmordangriffe.
Wahllose Angriffe auf kritische Infrastrukturen.
Einsatz von Geiseln oder menschlichen Schutzschilden.
Vorsätzliche Zerstörung der Umwelt.
Und die Angriffe auf Nichtkombattanten stellen mögliche Szenarien der asymmetrischen Kriegsführung dar. Auf diese Angriffe haben die USA keine entsprechende Antwort vorbereitet. Tatsächlich können oder wollen sie solche Antworten nicht geben, was es besonders schwierig macht, diese Angriffe abzuwehren. Diese Weigerung, nach dem Prinzip "Auge um Auge" Vergeltung zu üben, verkompliziert das Dilemma amerikanischer Politiker, die auf der Weltbühne Macht und Einfluss ausüben und gleichzeitig ein friedliches und gutartiges Image vermitteln wollen. Barnett kommt zu dem Schluss, dass die USA ein formales System zur selektiven Beseitigung der Zwänge schaffen müssen, die unsere Reaktion auf bestimmte Situationen oder Szenarien vorschreiben. Werden solche Änderungen nicht vorgenommen, so wird dies die Lähmung nur noch verstärken und, wenn die Anwendung von Gewalt erforderlich ist, zu den bereits erhöhten Risiken beitragen.